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Albstadt Albstones-Team löst Schlange auf

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50 Kilogramm bemalte Steine haben Stefan Buchholz und sein Team gerettet. Foto: Buchholz

Albstadt - Die Albstones-Schlange auf einer Treppe nahe der Heilig-Kreuz-Kirche ist immer länger geworden - bis fast die Hälfte der Steine verschwunden ist. Jetzt haben die Gründer der Aktion die Kette aufgelöst.

"Mein Sohn und ich haben täglich nach der Schlange geschaut", berichtet Stefan Buchholz, Gründer der Aktion. "Zu Spitzenzeiten lagen dort mehr als 600 Steine." Diese Zahl sei inzwischen auf 300 geschrumpft. "Da haben wir beschlossen, die Schlange aufzulösen."

Die Albstones gibt es bereits seit Herbst 2019. Zusammen mit Susann Braun aus Tailfingen startete Buchholz den Trend in Albstadt. Nach dem Vorbild der Elbstones ist der Grundgedanke der Aktion, dass Menschen schöne Steine in der Natur finden, diese bemalen und anschließend auswildern. Wenn jemand einen Stein findet, wird dieser fotografiert und das Foto unter dem Hashtag #albstones auf Instagram oder Facebook gepostet. Der gefundene Stein kann entweder wieder ausgewildert oder behalten werden.

Neue Albstones-Aktion geplant

Doch wegen der Corona-Pandemie wurde dieses Handeln zunehmend kritischer. "Man wusste nicht, ob derjenige, der den Stein bemalt hat, erkrankt war", erklärt Buchholz. Deswegen riefen er und sein Team die Albstones-Schlange in Albstadt ins Leben. Die Kunstwerke sollten nur abgelegt und nicht mitgenommen werden. Auf mehreren Steinen war diese Anweisung auch zu lesen.

Trotzdem wurden immer wieder welche gestohlen. "Meine Frau hat einen Stein hingelegt, der drei Kilogramm wog. Auch der ist weg", berichtet Buchholz. Er beobachtete auch, dass die Menschen nicht mehr so motiviert waren, Steine an die Schlange zu legen. Deshalb transportierte das sechsköpfige Albstones-Team die verbliebenen 50 Kilogramm Steine vor rund einer Woche zu Buchholz nach Hause.

In Vergessenheit raten sollen die kleinen Kunstwerke aber nicht. "Einen Teil der Steine werden wir in das Albstonesherzle platzieren, um es aufzufüllen", berichtet Buchholz. Diese Aktion startete im April auf dem Vorplatz der evangelischen Kirchen in Laufen. Kleine Albstones werden dabei zu einem großen Herzen verbunden.

Mit den restlichen Albstones will Buchholz bald eine neue Aktion starten. Ein großes Mosaikbild sei geplant, verrät er. "Wir wissen noch nicht, welches Motiv wir nehmen sollen." Außerdem sei noch unklar, wo das Bild liegen kann und darf. Eins ist auf jeden Fall sicher: die geretteten Albstones werden nicht lange in Buchholz lagern und werden bald wieder zu finden sein.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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