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Albstadt #Albstones erobern Stadt und Traufgänge

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Passend zur Corona-Krise liegen die Albstones Schlange – und machen den Betrachtern Mut. Foto: Eyrich, Buchholz, Rieber

Albstadt - Einen Boom erleben die Albstones in Zeiten der Corona-Krise, denn sie dürfen das, was Menschen gerade nicht dürfen: Schlangen bilden. Unweit der Heilig-Kreuz-Kirche wird die Schlange immer länger.

Schon seit Herbst 2019 gibt es sie: Albstones – nach dem Vorbild der Elbstones. Solche hatte die Wahl-Albstädterin Susann Braun, die in Tailfingen lebt, gefunden und auf der Facebook-Seite "Albstadt News" gepostet. Die Idee, es mit "Albstones" ebenso zu machen, beflügelte auch Stefan Buchholz von "Wir sind Albstadt", und schon war ein Renner geboren: "Der Grundgedanke ist, hinaus zu gehen in die Natur und dort schöne Steine zu finden, sie bunt zu bemalen und wieder auszuwildern", erklärt Buchholz und betont, dass da ja auch noch ein Hintergedanke drin stecke: Nicht gekaufte Steine sollten verwendet werden, sondern solche, "die die Natur uns schenkt".           Sie gemeinsam – im Idealfall mit Kindern zusammen – zu bemalen, gehöre ebenfalls zum Prinzip.

Findet jemand einen Albstone in freier Natur, kann er oder sie diesen fotografieren und das Foto mit dem Hashtag #Albstones und einem Hinweis auf den Fundort auf Facebook oder Instagram posten. So machen nicht nur immer neue Anregungen für kreative Gestaltung die Runde – die Künstler erfahren auch, wohin ihre Steine gewandert sind.

Was ist der Zweck der Übung? Stefan Buchholz lacht: "Den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern." Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und deshalb freut es ihn besonders, dass sich längst nicht nur Albstädter der Aktion angeschlossen haben: Auch auf dem Großen Heuberg, in Balingen und anderswo greifen Hobbymaler zu Pinsel und Farbe, um die Albstone-Familie zu vergrößern. Buchholz schmunzelt: "Schließlich sind wir hier ja Stein-reich!"

In Afrika und über dem Großen Teich

"Sogar eine Künstlerin in Afrika mit Wurzeln in Deutschland bemalt jetzt Albstones", freut sich Buchholz, und Susann Braun habe außerdem in Amerika welche ausgewildert. So finden die kleinen Botschafter der Lebensfreude ihren Weg – langsam aber sicher – um die Welt: mit schönen Grüßen von der Schwäbischen Alb.

Stefan Buchholz und sein sechsjähriger Sohn Leon sind immer fleißig dabei, neue Steine zu bemalen. Wie viele Künstler sonst noch mitmachen? Keiner weiß es genau. Nur so viel: Die Facebook-Gruppe "#Albstones" hat inzwischen 1711 Mitglieder.

In Zeiten der Coronavirus-Pandemie, da viele mehr Zeit haben, haben Buchholz und seine Mitstreiter Motto-Wochen ausgegeben: Mal lautete das Motto "Helden der Kindheit", mal sollten Sprüche auf die Steine geschrieben werden. Aktuell werden richtig schwere XXXL-Steine bemalt, und demnächst sind dann XXXS-Steine dran, also winzig kleine.

Auf einer hohen Treppe zwischen dem Justus-von-Liebig-Weg und der Leibnizstraße, unweit der Heilig-Kreuz-Kirche, bilden die bunt bemalten Steine aktuell die #Albstonesschlange: Sie soll laut Stefan Buchholz zeigen, "dass wir in der Gemeinschaft etwas Großes erreichen können und auch gegen das Virus ankämpfen können", wie er betont. In kürzester Zeit ist die Schlange so lang geworden, dass sie sich die ganze Treppe hinauf zieht. Dort reihen sich Steine mit Ostermotiven und solchen mit lustigen Gesichtern an Steine mit entsprechenden Botschaften: "Danke all denen, die täglich für die anderen kämpfen", steht da zum Beispiel, und "Du bist wundervoll! Bleib gesund!"

Ein besonders schöner Stein wendet sich an alle, die in der Krise den Mut und den Kopf sinken lassen: "Kopf hoch, sonst kannst Du die Sterne nicht sehen", steht darauf. Wenn das keine wichtige Botschaft ist.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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