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Albstadt Albstädter Orte verbinden Kulturen

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Auf die Lage der Flüchtlinge weisen die Skulpturen von Brigitte Stein hin.Foto: Roth Foto: Schwarzwälder Bote

Der Arbeitskreis Asyl Albstadt lädt die Bürger zur Teilnahme an der Aktion "Orte, die gut tun zum Leben" ein. Die Künstlerin Brigitte Stein will mit Tonfiguren auf die humanitäre Situation in den Flüchtlingslagern aufmerksam machen.

Albstadt. Der Arbeitskreis-Asyl Albstadt (AK) der Kirchen, des Roten Kreuzes und von Amnesty International Albstadt veranstaltet im Rahmen der weltweiten "Interkulturellen Woche" ab sofort eine Schaufensteraktion in 15 Läden in Tailfingen und Ebingen. Das Motto der Veranstaltung lautet "Zusammen leben, zusammen wachsen". Der Pfeffinger Pfarrer Markus Gneiting engagiert sich ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit und ist an den Planungen der Aktion beteiligt. "Zunächst war angedacht, Gedichte und Lieder aus den verschiedenen, in Albstadt vertretenen Kulturen aufzunehmen und ins Netz zu stellen", erzählt Gneiting. Die Corona-Situation machte dies aber unmöglich, und so kam die Idee auf, das Projekt "Orte, die gut tun zum Leben" in Angriff zu nehmen.

Das Projekt umfasst eine dezentrale Ausstellung in den Schaufenstern der Ebinger und Tailfinger Innenstadt. Mitarbeiter des AK und die Migranten selbst wählen dabei Plätze in Albstadt aus, die ihnen am Herzen liegen, und beschreiben kurz die Besonderheit dieses Ortes. "Jeder hat einen Teil Heimat in Albstadt, egal woher wir kommen", betont Markus Gneiting. "Zugezogene, aber auch die Einheimischen selbst haben einen Lieblingsort rund um Albstadt."

Den Lieblingsplatz in Albstadt mit anderen teilen – egal, woher sie kommen

Ihre Faszination für diesen Ort dürfen die Teilnehmer nun mit allen Menschen teilen, die in den Fußgängerzonen Ebingens und Tailfingens unterwegs sind. Die Plakate sind mit einem QR-Code versehen, der die Interessierten auf die Internetseite des AK Asyl Albstadt führt. Dort erhalten Betrachter weitere Informationen.

Elf Migranten und vier Mitarbeiter des AK-Asyl haben sich an der Plakataktion beteiligt. "Wer selbst gerne seinen Lieblingsplatz in Albstadt mit seinen Mitmenschen teilen möchte, ist herzlich eingeladen, dem AK-Asyl diesen Ort zuzuschicken", unterstreicht Gneiting sein Anliegen an die Albstädter Bürger. "So kann ein verbindendes Element über kulturelle Grenzen hinweg geschaffen werden." Und das ist das Ziel des Projektes.

Das zweite Projekt, das der AK im Zuge der Interkulturellen Woche auf den Weg bringt, ist eine Ausstellung der Künstlerin Brigitte Stein in der Buchhandlung Osiander in Ebingen. Mit geformten Tonfiguren will Stein auf die humanitären Zustände in den Flüchtlingslagern auf den griechischen Insel aufmerksam machen. In einem Schreiben auf der Internetseite des AK Asyl betont Stein, dass der Verweis auf eine europäische Flüchtlingslösung nicht das deutsche Handeln und Eingreifen beeinträchtigen dürfe. "Spätestens der Brand im Flüchtlingslager auf Moria hat gezeigt, dass eine Evakuierung der Lager unerlässlich ist. Eine Verlegung der Flüchtlingscamps auf das Festland ist nur eine Verschiebung des Problems", wird Stein zitiert.

Die Bereitschaft deutscher Kommunen zur Aufnahme von Flüchtlingen dürfe nicht gebremst werden, vielmehr müsse man diese stärken, appelliert die Künstlerin.

Weitere Informationen: https://ak-asyl-albstadt.de

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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