Im Stauffenberg-Schloss haben die Wettbewerbsteilnehmer fürs Video gespielt.Foto: Carstensen Foto: Schwarzwälder Bote

Musik- und Kunstschule: Der Regionalwettbewerb "Jugend musiziert" fand erstmals online statt

Albstadt. Der 58. Regionalwettbewerb "Jugend musiziert" hat coronabedingt erstmals als Online-Wettstreit stattgefunden, wie die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung bekanntgibt.

Die Pandemie hat aber nicht nur der Präsenzveranstaltung einen Strich durch die Rechnung gemacht: Für einige Kategorien wie das "Klavier vierhändig" war durch die strengen Hygienevorgaben eine optimale Wettbewerbsvorbereitung unmöglich, so dass einige Schüler der Albstädter Musik- und Kunstschule erst gar nicht an den Start gingen.

Unter der Leitung von Niels Carstensen, Vorsitzender des Fördervereins der Musik- und Kunstschule, mussten auch sonst allerlei Alternativen aus dem Hut gezaubert werden: Während in normalen Jahren die Teilnehmer monatelang mit ihren Lehrkräften an ihrem Wettbewerbsprogramm feilen, war diesmal alleiniges Üben zu Hause angesagt. Seit Mitte Dezember durften die Lehrkräfte ihre Schützlinge ausschließlich online unterrichten. Das erste Wiedersehen hatte es dann gleich in sich: Die Videoaufnahme des Wettbewerbsprogrammes im Stauffenberg-Schloss in Lautlingen stand nämlich an. Damit einer erfolgreicher Teilnahme dennoch nichts im Wege stand, war es wichtig, die Motivation der Jugendlichen "im stillen Kämmerlein" zu Hause aufrechtzuerhalten.

Die Lehrer taten – trotz aller technischen Widrigkeiten – ihr Möglichstes: Videokonferenzen und Co. haben sich aber gelohnt. Denn: Die Richtlinien für den Online-Wettbewerb waren streng: nichts durfte geschnitten oder nachbearbeitet werden. Das ganze Programm musste am selben Tag aufgenommen werden und optische "Spielereien", die die Jury vom Hören hätten abhalten können, waren verboten.

Die Albstädter Teilnehmer nahmen in den Kategorien "Gitarre Solo" und "Duo Klavier und ein Streichinstrument" teil. Jana Tron wurde in der Kategorie "Gitarre Solo" in der Altersgruppe zwei für ihr Video zum Regionalwettbewerb mit einem ersten Preis belohnt. In der Kategorie "Duo Klavier und ein Streichinstrument" waren drei "gemischte Doppel" – das heißt ein MuKS-Schüler im Zusammenspiel mit einem Schüler einer anderen Musikschule – am Start. Proben seien sonst schon eine Herausforderung – in Corona-Zeiten sei die Organisation noch schwieriger. In der Altersgruppe 1B holte sich das Duo Emma Mai Bohnet und Natalie Maria Weber einen ersten Preis und das Geschwisterduo Annika und Caroline Neuscheler ebenfalls.

Ab Altersgruppe drei fiel der Regionalwettbewerb ganz aus. Darum ging es gleich gegen die Landeskonkurrenz. Das Duo Viktoria Häußler und Emilia Carlotta Rudnitzki erspielte sich in der Altersgruppe drei einen zweiten Preis und Laura Louisa Scharlach durfte sich mit ihrer Duopartnerin Friederike Rosa Beuchel in der Altersgruppe vier einen ersten Preis freuen.

Carstensen hatte mit viel Herzblut die Aufnahmen geleitet und war damit maßgeblich am Erfolg beteiligt. Unter den widrigen Umständen seien die Leistungen der Albstädter Teilnehmer besonders hoch einzuschätzen.

Der Wermutstropfen: Die Wettbewerbsprogramme dürfen in diesem Jahr dem Albstädter Konzertpublikum nicht vorgestellt werden – ein Preisträger- und Stipendiatenkonzert in Präsenzform findet nicht statt.

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