Zwei Neue haben sich zu den Künstlern des Albstädter Bilderbogens gesellt. Fotos: Eyrich Foto: Schwarzwälder-Bote

Michael Wendel und Alois Karlinger bereichern die Ausstellung im Ebinger Gasthaus Apfelbaum

Von Karina Eyrich

Albstadt-Ebingen. Zwei Neuzugänge bereichern den 14. Albstädter Bilderbogen, der bis zum 17. November im Restaurant "Apfelbaum" gespannt ist: Michael Wendel trägt mit Holzschnitten – darunter dem Konterfei von Michael Jackson und einem besonders originellen Druck auf Zeitungspapier mit passender Berichterstattung über Hermann Hesse – zum Gelingen der Ausstellung bei, Alois Karlinger mit "Patchwork aus Holz". Was das ist, erklärte – so hat es Tradition – die Kunsthistorikerin Ingrid Helber: Karlinger habe sich von seiner Frau, die gerne Quilts genäht habe, inspirieren lassen zu seinen zusammengesetzten Werken.

Seit 2009 ist Sylvia Binder dabei, die mit Acrylfarben, Wachs- und Pastellkreide unter anderem den James-Bond-Felsen in Thailand und toskanische Motive verewigt hat. Hannelore Eden – sie stellt zum achten Mal beim Bilderbogen aus – frönt ihrer Liebe zum Meer und verwendet dabei ähnliche Techniken wie Alois Karlinger: Ihre Aquarellmalerei ergänzt sie mit Blattgoldauflagen; damit erzielt sie starke Effekte und zitiert – genau wie Karlinger – Gustav Klimts berühmtes Bild "Der Kuss".

Zum zweiten Mal dabei und kaum mehr wegzudenken sind Werke von Karin Herre, die sich laut Ingrid Helber "in Fünf-Jahres-Schritten" künstlerisch weiterentwickelt und im "Apfelbaum" einen Querschnitt ihres Schaffens zeigt. Besonders apart sind ihre Collagen, für die sie unter anderem Wellpappe, Kälberstricke und rostiges Metall verwendet. Die sportliche Hilde Schmid-Koislmaier befasst sich – auch in zwei selbst gestalteten Büchern, die im "Apfelbaum" ausliegen – mit der Besiedlung der Alpen und erforscht Bräuche und Sagen des Gebirges, während Peter Krimmel sowohl Menschen als auch Tiere – diesmal unter anderem Hunde und Katzen – konterfeit.

Nicht nur fürs Auge war viel geboten bei der Vernissage, sondern auch für den Gaumen und fürs Ohr: "Hansi von der Zollernalb" pflegte in seinen Liedern die ruhigen Töne, unter anderem mit einer Vertonung des Vaterunser und einer Ballade auf Baby Emily. u Die Ausstellung ist noch bis 17. November zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: