Dem Thalia-Theater gegenüber liegt der geplante Wohnkomplex mit seinem futuristischen Glasturm an der Gebäuderückseite. Foto: Stadtplanungsamt Albstadt

Die einstige Albi-Fabrik in der Tailfinger Thalia-Fabrik soll in einen Wohnhauskomplex umgebaut werden.

Produziert wird in dem aus drei Trakten bestehenden Komplex der einstigen Albi-Maschinenfabrik gegenüber vom Thalia-Theater schon lange nicht mehr; lediglich einige Gebäudeteile werden derzeit noch als Lager genutzt.

 

Abgerissen werden soll das Ensemble aber nicht; vielmehr sieht die Planung, die Thomas Klink, Leiter der Abteilung Bauordnung im Technischen Rathaus, dem Technischen und Umweltausschuss in dessen jüngster Sitzung präsentierte, eine Umnutzung der bestehenden Bausubstanz vor. Alle drei Flügel werden erhalten bleiben; lediglich mehrere eingeschossige Anbauten auf der Rückseite sollen verschwinden.

Das neue Wohnhaus, hier in der Ansicht von Südwesten... Foto: Stadtplanungsamt Albstadt

Die Umnutzung setzt allerdings eine umfassende Neugestaltung aller Gebäudeteile voraus. Der Entwurf, den Klink dem Ausschuss vorlegte, sieht sieben Geschosse vor, nämlich ein Keller-, fünf Voll- und ein flachgedecktes Dachgeschoss mit Terrasse. Die der Thaliastraße zugewandte Hausfront ist 62 Meter lang; in die Tiefe messen die beiden Seitenflügel 41 Meter, und die Höhe vom Trottoir bis zur vorgeschriebenen Photovoltaikanlage beträgt 22 Meter.

Wohnen auf 6400 Quadratmeter

Geplant sind 125 Wohneinheiten, die zwischen 23 und 150 Quadratmeter groß sind. Sieben davon haben mehr als 100 Quadratmeter Grundfläche, 64 liegen zwischen 40 und 100 Quadratmetern, und 54 sind kleiner als 40 Quadratmeter. Die gesamte Wohnfläche misst 6400 Quadratmeter.

...und hier von Südosten gesehen. In der linken, unteren Ecke sieht man das Thalia-Theater. Foto: Stadtplanungsamt Albstadt

Geparkt wird im Untergeschoss; dort werden 55 Auto- und 47 Fahrradstellplätze zur Verfügung stehen. Für Energie im Haus sorgt eine Luftwärmepumpe.

Kritik von der SPD

Der Ausschuss nahm das Konzept zur Kenntnis; allerdings übte Martin Frohme von der SPD Kritik am Erscheinungsbild des Wohnhauskomplexes. Geschmacksache: Baubürgermeister Udo Hollauer fand, im Vorher-Nachher-Vergleich schneide der Entwurf so übel nicht ab, und Lambert Maute von der CDU warnte vor Maximalforderungen – wer alles verlange, bekomme am Ende gar nichts.