Auch auf dem Dach des Landgasthof "Zum Mohren" befindet sich, längst außer Betrieb, noch eine alte Sirene. Foto: Bantle

Die Sirenen in der Gemeinde sollen wieder auf Vordermann gebracht werden.

Niedereschach-Fischbach - Im Fischbacher Ortschaftsrat informierte Bürgermeister Martin Ragg darüber, dass die Bundesregierung hierfür ein großzügiges Förderprogramm aufgelegt hat. Die Wiederinbetriebnahme der Sirenen würde in einem ersten Schritt rund 25 000 Euro kosten. Hinzu kämen dann noch jährliche Wartungskosten, deren Höhe noch erkundet werden müsse. In der Sitzung am Montag soll entschieden werden, ob und in welcher Form ein neues Sirenennetz in der Gesamtgemeinde errichtet werden soll.

Hochwasserkatastrophe im Ahrtal

Die Hochwasserkatastrophe im Ahrtal habe das Thema "Alarmierungswege und Reaktionszeiten" wieder stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Dieses Unglück habe gezeigt, dass man sich nicht ausschließlich auf die Informationsverbreitung durch moderne Medien verlassen sollte und dass Sirenenanlagen, als behördliches Warninstrument, weiterhin ihre Berechtigung haben.

In den vergangenen Jahren spielte das Thema Alarmierung durch Sirenen auch in Niedereschach eine untergeordnete Rolle. Viele der alten Anlagen wurden abgebaut oder der Verwitterung überlassen. Derzeit ist keine Sirene in der Gesamtgemeinde einsatzbereit.

Reparatur der alten Anlagen unwirtschaftlich

Eine Reparatur der Bestandsanlagen sei, in Anbetracht der hohen Kosten, unwirtschaftlich, wie eine Überprüfung durch die Gemeinde ergeben hat. Um eine wirkungsvolle Alarmierung der Bevölkerung gewährleisten zu können, sei die Neuinstallation von fünf Anlagen in der Gesamtgemeinde notwendig.

Ein entsprechendes Konzept wurde dem Gemeinderat bereits in der Sitzung im November 2020 vorgestellt. Dieses wurde aufgrund der hohen Kosten allerdings nicht umgesetzt. Zwischenzeitlich habe das Innenministerium des Bundes ein Sonderförderprogramm aufgelegt, wodurch ein großer Teil der Kosten gegenfinanziert wäre. Vor diesem Hintergrund und im Wissen um die Alarmierungsprobleme in Ahrtal soll nun entschieden werden, ob die Verwaltung damit beauftragt wird, das bereits vorgestellte Konzept gegebenenfalls zu ergänzen sowie die Möglichkeit der Förderung genau zu prüfen und notwendige Anträge zu stellen sowie geförderte Maßnahmen umzusetzen.