Am Donnerstag ab 11 Uhr werden Warn-Meldungen über Radio und Fernsehen, verschiedene Warn-Apps wie Nina oder Katwarn, erfolgen. Foto: Symbolbild dpa/Murat

Der bundesweite Warntag findet am Donnerstag, 8. Dezember statt, an dem Bund und Länder sowie Landkreise und Kommunen ihre Warnmittel testen.

Schramberg - Ab 11 Uhr wird die Bevölkerung auf verschiedenen Wegen über die Probewarnung informiert, teilt die Stadt mit. Später wird es auch eine (Probe-)Entwarnung geben. Es werden Meldungen über Radio und Fernsehen, verschiedene Warn-Apps wie Nina oder Katwarn, erfolgen. Erstmalig wird auch der neue Warnkanal "Cell Broadcast" getestet. So erhalten alle Personen in Deutschland, die ein Cell-Broadcast-fähiges und empfangsbereites Handy haben, automatisch eine Warnmeldung per SMS. Je nach Kommune können auch Sirenen oder Lautsprecherwagen eingesetzt werden.

Schramberg warnt im Netz

Die Stadt Schramberg wird über ihre Internet- und Facebook-Seite warnen. Zudem beteiligt sie sich mit sogenannten Notfall-Infopunkten. An diesen werden im Katastrophenfall (vorwiegend bei Stromausfall), und probeweise am 8. Dezember, wichtige Infos für die Bevölkerung zu finden sein. An den Infopunkten befinden sich rote Plakate, die Katastrophenwarnungen oder Hinweise dazu enthalten, wo die Menschen Hilfe bekommen. Die Bevölkerung wird gebeten, die Infopunkte im Katastrophenfall aufzusuchen. Diese sind in der Talstadt am Rathaus (Infokasten zwischen Rathaus und Porzellanhaus Schinle), an den Ortsverwaltungen Waldmössingen und Tennenbronn sowie am Bürgerbüro Sulgen.

Geld für Sirenen eingestellt

Am Warntag noch nicht aktiv, aber geplant, ist ein Notfalltelefon, über das sich Bürger gegebenenfalls bei der Stadt informieren können.

Schramberg rüstet für eine effektive Warnung bei Katastrophen wieder auf: "Unsere Sirenen wurden leider wie in vielen Kommunen mit dem Ende des Kalten Krieges abgebaut", erklärt Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr. "Ein Antrag im Bundesförderprogramm Sirenen im vergangenen Jahr war leider nicht erfolgreich, weil das Programm überzeichnet war. Im Haushalt 2023 haben wir nun Mittel eingeplant, um die Sirenen selbst bezahlen zu können." Des Weiteren wurden bereits zwei mobile Lautsprecher sowie ein Lautsprecher für den Vollzugsdienstwagen bestellt.

Konzept im Gemeinderat

Passend zum Warntag wird am 8. Dezember das Thema "Notfall- und Krisenmanagement" im Gemeinderat behandelt und von Matthias Rehfuß, Fachbereichsleiter Recht und Sicherheit, vorgestellt.