Ein Handwerker hat sich am Freitag verfahren – und löste damit einen Feuerwehreinsatz aus. Foto: Klormann

Ein festgefahrenes Fahrzeug hat am Freitag zu einem Feuerwehreinsatz im Wald oberhalb des Hesse-Bahn-Tunnels bei Calw geführt. Die Befürchtung: Es könnte auf die Schienen stürzen.

Die Meldung, die an diesem Freitagnachmittag um 14.11 Uhr bei der Calwer Feuerwehr eingeht, lässt alle Alarmglocken schrillen. „Fahrzeug droht auf Bahngleise abzustürzen“ heißt es darin, berichtet Calws Stadtbrandmeister Marcus Frank wenig später gegenüber unserer Redaktion.

 

Betroffen sind die Schienen der Hesse-Bahn. Oberhalb des Tunnels zwischen Calw und Hirsau, am Hang nahe des Tunnelausgangs am Welzberg bei Calw, hat sich zuvor ein Auto festgefahren.

Fahrzeug hing teils in der Luft – hin zu den Gleisen der Hesse-Bahn

Ein Handwerker, der eigentlich zum Hesse-Bahn-Tunnel bei Althengstett wollte, erklärt Frank.

Eine Irrfahrt mit Folgen.

Denn der Fahrer landete nicht nur beim falschen Tunnel, sondern fuhr auch auf einem Waldweg, der überhaupt nicht für normale Fahrzeuge geeignet ist. Bis das Fahrzeug feststeckte – und die rechte Seite teils in der Luft hing. In Richtung Gleise der Hesse-Bahn.

Die Firma des Fahrers informierte schließlich die Polizei, die wiederum die Feuerwehr alarmierte.

Dass das Auto tatsächlich auf die Schienen hätte stürzen können, hält Calws Feuerwehrkommandant Frank indes für unwahrscheinlich. Mehrere dicke Bäume und auch eine flache Mulde liegen zwischen Fahrzeug und Bahnstrecke.

Die Feuerwehr sichert das Fahrzeug dennoch mit Stahlseilen. Und kümmert sich um die Bergung. Vorsichtig, damit die aufliegende Ölwanne nicht aufreißt.

Die Feuerwehr sicherte das Fahrzeug. Foto: Krokauer

Kein Einsatz wie jeder andere – denn auch für die großen Feuerwehrautos sind die Wege deutlich zu schmal; diese parken im Grünen Weg in Heumaden. Mit kleineren Fahrzeugen transportieren die Einsatzkräfte das benötigte Material hin und zurück.

Auch der Zugbetrieb ist unterdessen beeinträchtigt. Die Hesse-Bahn darf zwar fahren, an dieser Stelle allerdings auf Sicht. So langsam, dass sie im Bedarfsfall noch bremsen könnte, sollte das Auto abstürzen.

Verursacher muss Kosten des Feuerwehreinsatzes übernehmen

Insgesamt ist die Feuerwehr mit sieben Fahrzeugen und 24 Kräften vor Ort. Ein Einsatz, der auch dem Mann, der sich verfahren hat, im Gedächtnis bleiben dürfte. Nach Angaben von Frank muss der Verursacher die Kosten des Feuerwehreinsatzes übernehmen.