Nach längerer Baupause tut sich wieder etwas: Die Vorderfront ist inzwischen verputzt. Foto: Kistner

Nach Verzögerungen bei den Bauarbeiten ist die Vorderfront verputzt: Ins AL-Hotel können schon bald Gäste kommen.

Albstadt-Lautlingen - Seit bald einem Jahr wird am westlichen Ortsrand von Lautlingen ein Motel gebaut – jetzt nähert es sich der Fertigstellung.

Im Gegensatz zum Hotel ist die Internetseite al-hotel.de bereits seit Wochen so weit; das "AL Hotel" – das Kürzel steht für "Albstadt-Lautlingen" – präsentiert sich darauf als modernes Designhotel mit 31 Apartzimmern, gedacht für Reisende, die nicht auf Restaurationsbetrieb und Rezeption angewiesen sind, sondern sich den Türcode zusimsen oder zumailen lassen und sich dann eigenständig verköstigen – die Kochnische mit Touchkochfeld und Spüle ist Standard. Als untere Preisgrenze werden 42 Euro pro Nacht genannt; allerdings erfährt der Besucher der Seite, dass derzeit kein Zimmer verfügbar sei.

Besondere Herausforderungen im Erdbebengebiet

So ist es in der Tat, aber nicht, weil das Haus ausgebucht wäre, sondern weil es derzeit noch eine Baustelle ist. Laut Sebastian Waltl, Prokurist des Investors WMM Immobilien, der in Mindelheim im bayerischen Schwaben ansässig ist, hatte es anfangs Verzögerungen gegeben, weil die geophysikalischen Eigenheiten des Standorts besondere Maßnahmen erforderten: Albstadt sei nun einmal Erdbebengebiet. Später, teilt Geschäftsführer Tobias Waltl mit, sei man mit den Gewerken Putz und Außenfliesen ins Gedränge geraten. WMM Immobilien baut und betreibt viele Motels von der Art des Lautlinger Hauses, vornehmlich im Süden, mittlerweile auch im Osten Deutschlands, und verfährt dabei stets nach dem gleichen Muster. Die Hotelzimmer werden als Module in Illertissen hergestellt und quasi bezugsfertig ausgeliefert; sind sie erst einmal an Ort und Stelle, muss nur noch verputzt und gefliest werden – Aufträge, die WMM Immobilien an Firmen ihres Vertrauens vergibt. Deren Handwerker, versichert Tobias Waltl, arbeiteten gut, "haben aber auch nur zwei Hände und zwei Füße".

Es tut sich wieder etwas

Immerhin, seit der vergangenen Woche tut sich etwas am Lautlinger Ortsende; die Vorderfront ist mittlerweile verputzt.

Sebastian Waltl kalkuliert, dass die Arbeiten bis Mitte August so weit gediehen sein werden, dass die ersten Gäste kommen können – und dass man im Internet dann nicht mehr mit einem bedauernden "derzeit nicht verfügbar" rechnen muss.