Drei Virentypen sind derzeit unterwegs – und ausgerechnet gegen einen stark verbreiteten Typ, der schon häufiger zu Grippewellen geführt hat, schützt die aktuelle Impfung nur schlecht. Foto: dpa

Der Grippeimpfstoff dieser Saison wirkt offenbar nicht bei jedem Geimpften. Gegen einen von drei Virentypen, die momentan im Umlauf sind, gibt es keinen wirksamen Schutz.

Berlin/Genf - Der Grippeimpfstoff dieser Saison wirkt offenbar nicht bei jedem Geimpften. Gegen einen von drei Virentypen, die momentan im Umlauf sind, gibt es keinen wirksamen Schutz, heißt es beim Robert-Koch-Institut (RKI). Dabei handelt es sich ausgerechnet um einen stark verbreiteten Typ, der schon häufiger zu schweren Grippewellen geführt hat. Man rechne mit höheren Erkrankungszahlen. Noch ist allerdings von einer akuten Grippewelle nicht viel zu spüren: Die Infektionszahlen seien in Europa zwar gestiegen, blieben aber dennoch bislang niedrig, heißt es bei der Weltgesundheitsorganisation WHO in Genf.

Der Grund für die schlechtere Wirksamkeit des aktuellen Impfstoffs ist, dass sich Grippeviren unheimlich schnell genetisch verändern können. Damit aber die Hersteller rechtzeitig mit der Produktion von Impfstoffen beginnen können, gibt die WHO bereits im Februar bekannt, welche drei Virentypen der Impfstoff für den nächsten Winter enthalten soll. Offenbar haben die Viren in den vergangenen Monaten ihre Oberflächenproteine aber schon so verändert, dass der Impfstoff unwirksam wurde.

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