Ein Schmierfink treibt unter anderem an Verteilerkästen von Telekom und EGT sein Unwesen. "Aktiv für Schönwald" will eine Lösung anbieten.  Foto: Kommert

Ganz schön was los bei "Aktiv für Schönwald" (AfS): Probleme an der Wassertretstelle, Arbeiten an der Friedhofsmauer und die Verschönerung von Elektro- und Telefonverteilerkästen, wo ein Schmierfink am Werk war, waren nur einige der Themen beim jüngsten Treff. 

Schönwald - Fast vollbracht ist die Wiederherstellung des "SPD-Brunnens", der nach Aussage von Lukas Duffner nach Fertigstellung der Gemeinde übergeben worden war und der in den ersten Jahren von der Familie Bünning gepflegt wurde.

Noch seien kleine Verschönerungsarbeiten an der recht großen Anlage nötig. Woher der enorm lange Trog stamme, sei unklar. Zusätzlich soll am Ende der Rinne eine Vertiefung eingebracht werden, damit das Wasser nicht zurückläuft. Da die SPD die Pflege des Brunnen an die Gemeinde übergeben hat, schlage man vor, den Brunnen umzubenennen in "Hölltalbrunnen". Dazu solle auch das Geländer am Weg zum Hotel Sonne gerichtet und gestrichen werden.

Erschütterung hat ein Vortrag von Wolfgang Schubert wegen der Wassertretstelle erzeugt – eine der ersten größeren Maßnahmen der Aktivisten. Diese sei nach den gültigen EU-Normen nicht mehr aktuell in Sachen technischer Zustand und Hygieneanforderungen. Daher müsse seitens der Gemeindeverwaltung geprüft werden, welche Voraussetzungen zur Weiterbetreibung der Wassertretstelle in Schönwald nötig seien. Da die Wassertretstelle ein durchaus wichtiger Bestandteil der Schönwälder Gäste- Infrastruktur sei und auch die Nutzung sowohl seitens der Bürger als auch der Touristen erfreulich hoch sei, bestehe schneller Handlungsbedarf. Es gab diverse Vorschläge, wie ein Weiterbetrieb und eine weitere Betreuung durch Mitarbeiter von AfS möglich sein könnte.

Unterhalb des Rathauses fehle ein Stück im Geländer oberhalb der St.-Antonius-Kirche. Hier wurde der Übergang vom alten zum neuen Geländer nicht ausgeführt. Nachdem nun die Straße und der Parkplatz in Ordnung seien, könne auch die Friedhofsmauer angegangen werden. Paul Scherer habe sich dazu mit seinen Maschinen bereit erklärt, benötige aber Unterstützung durch einen oder zwei Mitarbeiter der Gruppe.

Stromkästen mehrerer Gemeinden beschmiert

Als "Schlechtwetter-Arbeit" könne er sich vorstellen, Nistkästen zum Aufhängen an einigen Stellen in der Gemeinde herzurichten, auch sollen weitere Deko-Artikel für Weihnachten hergestellt werden. Die Nistkästen wurden von Gerd Schneider vorgestellt. Er spendiert dafür Kuckucksuhrenkästen und hat sie schon teilweise in Arbeit.

In mehreren Gemeinden, vor allem aber in Schönwald, treibt ein Schmierfink und Schalke-Fan sein Unwesen. Unter anderem beschmiert dieser auch Elektroverteiler der EGT und Telefonverteilerkästen der Telekom. Drei davon würde die Gruppe gerne mit Motiven neu gestalten, die Motive liegen im Rathaus vor. Die Verwaltung müsse nun mit EGT und Telekom abklären, ob die Bemalung genehmigt werde.

Die von Manfred Fattler initiierte internationale Schmiedeausstellung im kommenden Jahr stellte der Sprecher noch einmal vor und zeigte auch den Entwurf des Schaustücks vor, für das jeder Teilnehmer Teile mitbringe oder vor Ort fertige – dieses bleibe dann im Besitz der Kommune. Für die Workshops der Ausstellung hätte er gerne die Unterstützung der Gruppe als Begleitung der Workshop-Teilnehmer.

Dann gab es einen weiteren Knacks – aufgrund gesundheitlicher Probleme könne er die Gruppe in den nächsten Monaten nicht mehr unterstützen, erklärte Fattler am Ende der Versammlung. So könne er ein neues Hinweisschild zur Wassertretstelle deshalb nicht herstellen, auch die Aufstellung der Madonnen-Figur an der Kirche sei ihm daher nicht möglich. Der nächste Treff der Aktivisten werde deshalb durch Bruno Allgaier moderiert, er soll am 4. Oktober an gleicher Stelle stattfinden.

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