Das Wochenende mit Antikmarkt, verkaufsoffenen Sonntag und Keltentag ist gelaufen – und wieder einmal hatte sich die Villinger Innenstadt von ihrer besten Seite gezeigt.
Sowohl am sonnigen Samstag als auch am zunächst regnerisch beginnenden Sonntag waren Straßenkreuz und Ladengeschäfte gut gefüllt.
Die Besucher kamen aus der ganzen Region und voll auf ihre Kosten, konnten sie doch ausgiebig bummeln, Aktuelles und Antikes einkaufen, die Geschichte der Kelten erleben und sich von mobiler und stationärer Gastronomie verwöhnen lassen.
Herrschte am Samstag das an diesem Tag übliche bunte Treiben, so füllte sich die Innenstadt auch am Sonntag mit Öffnung der Ladengeschäfte um 13 Uhr mehr und mehr, denn der kurze aber kräftige Regenguss zur Mittagszeit war versiegt und machte später sogar der Sonne Platz.
Von Spielzeug bis Schmuck
An den Ständen der rund 50 Händlerinnen und Händler herrschte an beiden Tagen reges Treiben, gab es doch altes Spielzeug, antike Lampen und Schmuck, Schilderuhren und Gemälde, Geschirr aus Omas Zeiten oder altes Werkzeug und Kunst früherer Zeiten zu erstehen.
Yvonne Hauser aus Villingen nutzte erstmalig die Gelegenheit des Antikmarktes, um sich von liebgewonnenen Dingen vergangener Zeiten zu „Herzenspreisen“ zu trennen und sie damit aus ihrem Kellerdasein zu holen.
Eine etwas weitere Anreise hatten Sönke und Yvonne Elbeshausen aus der Nähe von Kassel. Die beiden „Brocanteure“, hauptberufliche Edeltrödelhändler, boten erstmals in Villingen bäuerlichen Hausrat und Volkskunst an, tun das an jedem Wochenende woanders und besonders gern in Frankreich. „Letzte Woche waren wir in Avignon, am nächsten sind wir in Lemans“, erzählt Elbershausen, der das historische Ambiente innerhalb der Stadtmauern genoss.
Das kennt Manfred „Manne“ Schneider schon, der gleich nebenan wieder seine vor Ort benutzbaren Gartenspielgeräte aufgestellt hatte. Die nach alten Vorbildern nachgebauten Spielstationen lockten Groß und Klein an.
Zehnter Keltentag
Auch im Franziskanermuseum herrschte Trubel, und die Ehrenamtlichen der Museumsfreunde kamen mit dem Zählen der Besucher kaum nach. Im Innenhof gab es anlässlich des zehnten Keltentag bei der Historiengruppe „Carnyx“ ja auch wieder jede Menge zu sehen, zu erfahren und nachzumachen.
Die Ehrenamtlichen, viele von ihnen Archäologen, machen es sich seit den 1990er-Jahre zur Aufgabe, die Bevölkerung authentisch über die Kelten zu informieren und tun das sehr anschaulich.
Da wurden Münzen mit dem Hammer geprägt, Schmiedearbeiten gezeigt, Schmuckstücke aus Zinn gegossen, aus Draht geflochten und auch eine „Zaubersuppe“ über offenem Feuer gekocht.