Das große Organisationsteam um Jugendreferent Alfred Heß (zweite Reihe, Vierter von links) Foto: Nina Weiß

Die Evangelische Jugend Pfalzgrafenweiler stößt mit dem Projekt „Truestory“ im ehemaligen Supermarkt auf große Resonanz.

Wo früher Einkaufswagen durch die Gänge rollten, standen nun Sofas, Lichterketten und Tischkicker: Der seit Jahren leerstehende ehemalige „Pfannkuch“-Supermarkt mitten in Pfalzgrafenweiler wurde für eine Woche zu einem lebendigen Treffpunkt.

 

Von Dienstag bis Samstag veranstaltete die Evangelische Jugend Pfalzgrafenweiler dort die Aktionswoche „Truestory“, ein bewusst niedrigschwelliges Angebot für Jugendliche, die bislang wenig Berührungspunkte mit Glaube und Kirche hatten, heißt es in einer Mitteilung der evangelischen Kirchengemeinde.

Veranstaltungsort war bewusst der ehemalige Supermarkt direkt bei der Schule, da das Gebäude allen bekannt ist und schon im Vorfeld Neugier weckte. Gerade dieser neutrale Ort sollte es Jugendlichen erleichtern, unverbindlich vorbeizukommen.

Mehr als 30 junge Helfer

Organisiert wurde die Woche von Jugendreferent Alfred Heß gemeinsam mit mehr als 30 engagierten Jugendlichen.

Viele Jugendliche verfolgten die Worte von Referent Jakob Matheus bei „Truestory“ im ehemaligen Supermarkt. Foto: Nina Weiß

Bereits im Vorfeld wurde laut der Kirchengemeinde deutlich, wie viel Herzblut in dem Projekt steckte: Das Gebäude musste gründlich vorbereitet werden. Mit großem Einsatz wurde aufgeräumt, geputzt und umgestaltet. Zahlreiche Gemeindemitglieder unterstützten zudem dabei, Brandschutz, Heizung und Stromversorgung sicherzustellen. So entstand mitten im Ort ein besonderer Raum für Begegnung, Gespräche und neue Impulse.

„Joni“ Kirn gibt Impulse

Der Aufwand zahlte sich aus: Täglich kamen zwischen 100 und 180 Besucher. Kernstück der Abende waren die „True Stories“ (wahre Geschichten): Junge Menschen erzählten offen ihre ganz persönlichen Erfahrungen – von Herausforderungen, Fragen, Zweifeln und prägenden Glaubensmomenten.

Der ehemalige „Pfannkuch“-Markt diente als Veranstaltungsort der Aktionswoche „Truestory“. Foto: Nina Weiß

Die geistlichen Impulse gestaltete hauptsächlich der 22-jährige Theologiestudent Jonathan „Joni“ Kirn, der die Erlebnisse aufgriff und Bezüge zu zentralen Themen des Glaubens herstellte. Vor und nach den Impulsen gab es leckeres Essen sowie Zeit für Austausch und Gemeinschaft. Ob am Tischkicker, beim Dart oder im gemütlich eingerichteten „Wohnzimmer“ – es herrschte eine offene, herzliche Atmosphäre, in der sich viele willkommen fühlten.

Die Veranstalter zeigen sich laut ihrer Mitteilung dankbar für die große Resonanz und sind gespannt, wer auch nach dieser besonderen Woche Lust auf mehr hat und sich an den nächsten vier Freitagen ins Gemeindehaus einladen lässt.