Jonathan Baur ist seit früher Jugend ein Imker aus Leidenschaft. Am Tag der Imkerei hofft er, unter anderem unterschiedliche Arten von frisch geschleudertem Honig präsentieren zu können. Foto: Rainer Bombardi

Der Bezirksimkerverein Schwenningen informiert am Sonntag, 14. Juni, beim Göpelhausplatz in Mühlhausen über die Arbeit der Imker und die Honigproduktion.

Der Bezirksimkerverein Schwenningen präsentiert am Sonntag, 14. Juni, von 11 bis 17 Uhr eine kurzweilige, lehrreiche und gesellige Veranstaltung rund um die Biene und die Imkerei in Mühlhausen.

 

Bereits zum vierten Mal organisiert der Verein den „Tag der Imkerei“ rund um die Mühle beim Göpelhausplatz in der Dorfmitte. Eingebettet in das idyllische Ambiente, das sich dort eröffnet, haben die Organisatoren einiges zusammengestellt, das den Besuchern das fleißige und effiziente Treiben der summenden Insekten näherbringt.

Es gibt diverse Verpflegungs- und Sitzmöglichkeiten zum geselligen Beisammensein. Im Mittelpunkt steht indes der Schaukasten mit einem Volk, der wieder im Bereich des Weihers platziert wird. Unter dem Vorsatz „Gläserne Imkerei“ erläutern die erfahrenen Imker um den Vorsitzenden das Verhalten, die Aktivitäten und die Lebensweise der Tiere.

Vorstandsmitglied Jonathan Baur, der bereits in junge Jahren von der Imkerei begeistert war, schwärmt davon, dass es noch weit mehr rund um die Bienen zu erleben gibt. Die Vorstellung und Erläuterung von Geräten und Ausrüstung, die es zur Imkerei benötigt, gehören ebenso dazu wie die Vorstellung und Verkostung einzelner Honigarten. Das Team des Imkervereins steht den gesamten Tag bereit, alle Fragen zum Thema zu beantworten.

Eventuell lockt frisch geschleuderter Honig aus dem Jahr 2026

Aus logistischen, hygienischen, lebensmittel- und sicherheitstechnischen Gründen ist es nicht möglich, die einzelnen Schritte der Imkerei live zu präsentieren. Doch wenn alles funktioniert und das Wetter mitspielt, gibt es am Tag der Imkerei bereits frisch geschleuderten Honig aus dem Jahr 2026. Baur verrät, dass es noch ein paar sonnige Tage benötigt, in denen die Bienen aus ihrem Stock ausschwärmen, um Nektar zu sammeln.

Baur verrät, dass rund um die Bienen jedoch nicht alles Gold ist, was glänzt. Denn inzwischen gibt es in der Region auch drei Gefahren unterschiedlicher Ausprägung, mit denen sich die Bienen und in der Folge die Imkerei konfrontiert sehen. Baur erläutert, dass das Dauerthema vom Befall der Völker mit der Varroa-Milbe weiterhin ganz oben auf der Liste eines möglichen Krankheitsbefalls steht. Der bakterielle Krankheitserreger, der bei den Völkern zur amerikanischen Faulbrut führt, hat sich in der Region bislang noch nicht ausgebreitet.

Grenzenloser Appetit auf Insekten

Während es für die ersten beiden Krankheitsbilder mit mehr oder weniger Aufwand noch Gegenmaßnahmen oder Möglichkeiten zur Bekämpfung gibt, droht von anderer Seite Ungemach. „Mit der verstärkten Verbreitung von Neozoen drängt auch die asiatische Hornisse in Mitteleuropa ein. Diese Tiere haben einen grenzenlosen Appetit auf Insekten. Im Nu fressen sie ganze Bienenvölker.“

Baur appelliert, die asiatischen Hornissen sofort beim Landratsamt zu melden, wenn sie entdeckt und erkannt wird. „Die Tiere sind etwas kleiner als einheimische Hornissen, an einer schwarz-braunen Brust und einem gelben Gesicht mit orange-gelber Stirnzeichnung, sowie ihren auffallend gelben Füßen zu erkennen“, ergänzt Baur.