Untersützt von mehreren Firmen sammelte man auch in Bad Dürrheim zum World Cleanup Day Müll. Foto: Miriam Steup

Zum dritten Mal in Folge fand im Bad Dürrheimer Gewerbegebiet der World Cleanup Day statt.

Organisiert wurde die Aktion von den „City Cleaners Germany – Schwarzwald-Baar-Kreis“ um Miriam Steup und ihren Mann Georg Bentele.

 

„Durch unsere Müllsammelaktionen möchten wir ein Zeichen für eine saubere, gesunde und müllfreie Welt setzen und zeigen, dass es eben nicht ok ist, seinen eigenen Müll einfach in die Landschaft zu werfen.“

Unterstützt wurde die Aktion durch die Firma Kunststoff Christel, die für alle Teilnehmer eine Präsenttasche mit verschiedenen Leckereien sponserte und den Parkplatz als Startpunkt zur Verfügung stellte.

Firmen beteiligen sich

Mit Warnwesten, Greifern, Handschuhen und Müllsäcken ausgerüstet, strömten die Teilnehmer sternförmig im Gewerbegebiet aus. Auch den aus Autos und Lkw geworfenen Müll entlang der B 27 ab Höhe Scheffelstraße bis Ende E-Center Parkplatz wurde aufgesammelt. McDonalds unterstütze die Aktion mit gleich fünf Mitarbeitern am Start waren und Vera Theinert von der Firma Belenus die uns ebenfalls tatkräftig unterstützt hat. Das hat uns besonders gefreut, weil beide Unternehmen auch schon im vergangenen Jahr Teil der Aktion waren.

Trotz der geringen Teilnehmerzahl war es 85 Kilogramm gesammeltem Müll, bei idealem Wetter und tollen Gesprächen, ein erfolgreicher Tag. Einig waren sich alle, dass ungeachtet der Größe des Mülls, Zigarettenkippen der am häufigsten achtlos in die Umwelt geworfene Müll darstellen.

Viele Zigaretten

„Das illegale Wegwerfen von Zigarettenkippen ist in einem Maß gesellschaftlich akzeptiert, wie es bei keinem anderen Müll denkbar wäre. Nur so können wir uns erklären, wieso diese mit gift-getränkten Plastikfilter auf Schritt und Tritt herumliegen als ob sie sich in Luft auflösen könnten. Es scheint nicht verpönt zu sein und wird als Kavaliersdelikt gesehen. Die Filter aus Cellulose-Acetat belasten Böden und Gewässer wie kein anderer Müll. Sie verrotten niemals und die Nanofasern der Filter wurden bereits im arktischen Eis nachgewiesen und sind lungengängig. Vom Kommunalen Ordnungsdienst wird das illegale Wegwerfen von Zigarettenkippen leider nicht geahndet.“

Viele Verpackungen und Flaschen

Sonst wurde der übliche Müll gefunden wie Coffee-to-go Becher, Plastikverpackungen, Kronkorken, Schnapsflaschen, pfandfreie Aludosen und PET-Flaschen aus dem Ausland, Feuchttücher, Urinflaschen, Bäckertüten, Fast Food Verpackungen und mehr. Außerdem ein Zelt, ein Koffer der augenscheinlich schon seit Jahrzehnten neben der Autowaschanlage im Grünstreifen lag, zwei noch gültige Kreditkarten die nach Recherche bei der Bank aus einem Diebstahl stammen, ein antikes Sony Ericsson Handy, unzählige Batterien, auch E-Zigaretten und ein Plastiksack mit fast nagelneuen Schuhen.

„Den kompletten Müll konnten wir nicht aufsammeln, es war einfach zu viel. Dafür hätten wir viel mehr Teilnehmer benötigt. Besonders viel Müll liegt in den Büschen, Beeten, Grünstreifen im Gewerbegebiet, oft sogar in den Buswartehäuschen, obwohl daneben Mülleimer stehen und vor allem entlang von Kreis-, Landes- und Bundesstraßen. Eine große Pick-up Ladung mit Müllsäcken durften wir dem Leiter des Bauhofs, Michael Liedtke, übergeben der sich über die Unterstützung freut.“

Mitstreiter gesucht

Die Gruppe „City Cleaners Germany – Schwarzwald-Baar-Kreis“ ist für alle denen die Umwelt am Herzen liegt. Für alle die sich an illegal entsorgten Zigarettenkippen und anderem Müll in Natur und Umwelt stören. Für alle die nicht mehr wegsehen, sondern im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv werden möchten. Wer mitmachen möchte, Kontakt über citycleanersgermany@gmail.com