Rund 150 Schwedenfeuer zauberten mit flackernden Flammen eine stimmungsvolle Atmosphäre im Schwabenpark und in der Trossinger Innenstadt. Foto: Ingrid Kohler

Knisternde Schwedenfeuer tauchten die Trossinger Innenstadt und den Schwabenpark in eine besondere Atmosphäre. Das zog erneut viele Besucher an.

Neben Pfingst-, Kilbe- und Weihnachtsmarkt hat sich die Aktion Schwedenfeuer in der Stadt am Freitagabend seit dem Jahr 2014 – mit Ausnahme der Pandemiejahre - als Traditionsveranstaltung etabliert.

 

Die Gemeinschaftsaktion der Stadt Trossingen und der Werbegemeinschaft Trossingenactiv lockte mit Anbruch der Dunkelheit die Besucher in die Innenstadt und den Schwabenpark, wo um 17.30 Uhr ein riesiges buntes und lautes Feuerwerk als „Vorschießen“ die Vorfreude auf Silvester weckte und bereits zum Ordern der topaktuellsten Feuerwerkspracht animierte.

Rund 150 knisternde Schwedenfeuer tauchten die Trossinger Innenstadt in eine einzigartige Atmosphäre. Die städtische Beleuchtung in Sternenform, die bereits letzte Woche installiert wurde, wie auch die Beleuchtung an vielen Geschäftshäusern und in Schaufenstern schafften ein heimeliges, vorweihnachtliches Ambiente – es funkelte und glitzerte.

„Eigentlich fehlt jetzt nur noch ein wenig Schnee“, waren sich einige Besucher einige, die gerade in einer langen Warteschlange an einem der zahlreichen Stände auf ihren Glühwein warteten.

Waffelpommes als Renner

Kein Wunder, dass die Wartezeiten für die vielen lukullischen Genüssen von der Heißen Roten über Raclette, Crepes bis hin zum diesjährigen Renner, den Waffelpommes des Fördervereins der Friedensschule, sowie vom Glühwein, über den Hexenpunsch bis zum alkoholfreien Popcorn-Cocktail so lange waren – die Veranstaltung Schwedenfeuer in der Stadt zog an diesem Abend wieder mehrere Tausend Besucher zunächst in den Schwabenpark zum Feuerwerk und dann in die Innenstadt.

Auch die Einzelhändler lockten passend zum weltweiten größten Shopping-Event, dem Black Friday, mit vielen Schnäppchenpreisen die Kunden – und mit ihren kulinarischen Verführungen von leckerem Weihnachtsgebäck bis zum türkischen Tee in ihre Geschäfte.

Das Museum Auberlehaus hatte einen Verkaufsstand mit Sauriersocken und dem traditionellen schwäbischen Weihnachtsgebäck Springerle in eigener Trossinger Edition. Erstmals gab es im Birk-Areal auch einen Abend-Flohmarkt. Mit Punsch und Glühwein sowie Raclette-Brot konnte man sich hier aufwärmen, wie auch beim Winterzauber im Garten der Hohner-Villa. Dort gab es Bio-Winzer Glühwein und heiße Wurst.

Feuerwehr zündet fachgerecht an

Doch was wäre ein Schwedenfeuer ohne die Feuerwehr? Ab 17 Uhr wurden die rund 150 Schwedenfeuer, die vom Forstbetrieb Maier geliefert und vom Bauhof aufgestellt wurden, fachgerecht angezündet und während der ganzen Veranstaltung überwacht. Auch wenn es an diesem Abend nur kalt und nicht nass war, und die meisten Schwedenfeuer so perfekt wie nie brannten, gab es immer wieder mal einen „Ausfall“, der schnellstens behoben wurde. So reihte sich Daniel Nann, den die Trossinger Floriansjünger von den Gosheimer Kameraden „ausgeliehen“ hatten, kurzerhand in die „flüchtenden Männle“ im Kreisverkehr am Bahnhof ein, um umrundet vom Verkehr zwei nicht funktionierende Feuer wieder zum Brennen zu bringen. Wie all die Jahre beim Schwedenfeuer war die Hauptstraße für den Verkehr nicht gesperrt, das Tempo aber auf 20 Stundenkilometer begrenzt. Und auch daran haben sich sowohl Besucher wie Fahrzeuglenker in der Zwischenzeit gewöhnt. Ein rundum gelungener stimmungsvoller Abend war es also, der bei vielen Besuchern bereits die Vorfreude auf den Trossinger Weihnachtsmarkt geweckt hat, der am Donnerstag, 11. und Freitag, 12. Dezember rund um das Trossinger Rathaus stattfindet.