Die Kinderbibelwoche in Simmersfeld hat nichts von ihrer Beliebtheit verloren. Foto: Köncke

Die Kinderbibelwoche in Simmersfeld hat nichts von ihrer Anziehungskraft verloren und wird langsam zum Selbstläufer. Bereits am ersten Tag wuselte es im Büttner-Haus von Jungen und Mädchen im Alter zwischen vier und 13 Jahren.

Gemeinsam christliche Lieder singen, spannende Geschichten aus der Heiligen Schrift erzählt bekommen, das Gehörte in Altersgruppen vertiefen, miteinander spielen und basteln, in den Saal zurückkehren und mit einem fröhlichen Lied verabschiedet werden: So läuft die Kinderbibelwoche in der Regel ab 14.30 Uhr ab.

 

Am Faschingssamstag wird bereits am Vormittag um 9 Uhr mit einem Frühstück begonnen und am Sonntag beteiligt man sich am Gottesdienst in der Johanneskirche. So war es auch dieses Mal.

Willkommen geheißen wurde der Nachwuchs von Ruth Hermann mit Headset, damit sie auch in der hintersten Sitzreihe gut verstanden werden konnte. Zur persönlichen Kontaktaufnahme erhielten Milena, Frieda, Hannes, Maxim und die anderen am Eingang ein auf der Brust getragenes Namensschild. Wer war zum ersten Mal dabei, wer schon öfter? Und wie viele insgesamt?

97 Jungen und Mädchen wurden am Freitagnachmittag gezählt und das Ergebnis auf dem „Kind-O-Thermometer“ an der Wand eingetragen.

Musikteam und Tänzerinnen

Gefreut hat die hohe Beteiligung bereits zum Auftakt nicht nur die Kindermissionarin, sondern rund 20 jugendliche Mitarbeitende der evangelischen Kirchengemeinde, darunter das Musikteam mit Gitarrist Lukas Waidelich, Klavierspielerin Tabea Schanz, Schlagzeuger Ben Ridder, den Sängerinnen Chiara Volz und Maja Ridder sowie den Tänzerinnen Laura Rentschler und Luisa Waidelich. Ghana, Ecuador, Neuseeland, Thailand und andere Länder auf beschrifteten Schildern und am Bühnenaufgang in einer langen Reihe aufgehängte Wimpel zeigten an, dass Weltabenteuer im Mittelpunkt biblischer Erzählungen standen.

Bevor man mit dem gemeinsam gesungenen Bewegungslied „Jetzt geht’s los, schön dass Du da bist“ startete, in die Hände klatschte, Arme in die Luft warf, mit den Füßen stampfte, in die Hocke ging und sich um die eigene Achse drehte und und danach auf die gleiche Weise mit lauter Stimme „Ich bin ein Bibelentdecker“ sang, erschien „Super-Mario“ (Johannes Schleeh) ) im Saal, der sich mit vollem Körpereinsatz vor Feinden verteidigt haben will, das erneut demonstrierte und die Kinder aufforderte,es ihm gleich zu tun.

Wasser zu Wein

Dann wurde es still im Raum und Ruth Hermann erzählte die Geschichte von Jesus, der auf einer Hochzeit Wasser in Wein verwandelte und durch seine Worte ein Gelähmter wieder aufstehen und laufen konnte. Illustriert wurde das Ereignis von ihr mit einem Pinsel aus unterschiedlichen Farbtöpfen auf der Leinwand einer Staffelei.

Anschließend schwärmten Altersgruppen in alle Richtungen des Hauses aus, um miteinander Zeit zu verbringen. Zum Schluss kehrten alle an den Ausgangsort zurück, die Jungen und Mädchen wurden mit einem Segenslied und einem freundlichen „Also dann, bis morgen“ verabschiedet.

An der Eingangstür wurden sie von Eltern oder Verwandten in Empfang genommen. Wie erwähnt, wurde das Treffen am Faschingssamstag mit einem gemeinsamen Frühstück eröffnet und am Sonntagmorgen stand der Besuch des Gottesdienstes im Simmersfelder Gotteshaus auf dem Programm.

Neuer Pfarrer kommt

Ab September hat die Kirchengemeinde laut Dekan Erich Hartmann wieder einen neuen Pfarrer. Am Rosenmontag geht es um 14.30 Uhr im Büttner-Haus weiter – und nicht nur die Kindermissionarin der Liebenzenzeller ist gespannt wie ein Flitzebogen, ob die Zahl Kinder weiter zunehmen wird.