Kreisredaktionsleiterin Cornelia Spitz (grüne Jacke) und ihr Stellvertreter Marcel Dorer (links) berichteten über die Arbeit der Redaktion für die Erstellung von „Neckarquelle“ und „Schwarzwälder Bote“. Die Führungen trafen auf großes Interesse. Foto: Cornelia Hellweg

Viele Leserinnen und Leser der Tageszeitungen „Neckarquelle“ und „Schwarzwälder Bote“ nutzten den Tag der offenen Tür im Burenhaus am Marktplatz, um sich zu informieren. Das Angebot stieß auf großes Interesse.

Wie werden die Inhalte einer Lokalzeitung erstellt? Was bedeuten die rasanten Entwicklungen in der Medienlandschaft und wie schlagen sie sich vor Ort nieder? Den Tag der offenen Tür am Sonntag nutzten viele Leser und Leserinnen der „Neckarquelle“ und des „Schwarzwälder Boten“, diese und andere Fragen beantwortet zu bekommen. Und es war eine Gelegenheit, das geschichtsträchtige Burenhaus am Marktplatz in Augenschein zu nehmen.

 

Sowohl vor dem Gebäude als auch drinnen war einiges geboten. Draußen sorgten Zauberer, die Feuerwehr und Stände von Anliegern des Marktplatzes für Frequenz und gute Stimmung im Rahmen des Verkaufsoffenen Sonntages. Das schöne Wetter tat ein Übriges, um viele Besucherinnen und Besucher anzulocken.

Immer ein Renner: das Kinderschminken. Foto: Cornelia Hellweg

Über Generationen bestimmte die Verlegerfamilie Ziegler die Geschicke der Schwenninger Neckarquelle. Seit dem vergangenen Jahr hat der Schwarzwälder Bote übernommen. Das war für die Leser mit Veränderungen verbunden. Beim Tag der offenen Tür bestand Gelegenheit, noch offene Fragen, Anregungen, Lob und Kritik loszuwerden. Die Führungen leiteten Kreisredaktionsleiterin Cornelia Spitz und Stellvertreter Marcel Dorer. „Wir haben uns bemüht, das Beste von ’Neckarquelle’ und ’Schwarzwälder Bote’ zusammen zu führen“, so Cornelia Spitz.

Mehrere Abteilungen

Logistisch rückte man im Schwenninger Burenhaus zusammen. Hier ist nicht nur die Redaktion zu einem großen Teil beheimatet sondern auch die Medienvermarktung. Außerdem bleibt das Burenhaus weiter der Sitz des Kuhn-Fachverlages. Auch am Sonntag wird in der Zeitungsredaktion gearbeitet, um die Montagsausgabe zu erstellen. Neben dem Printprodukt wird der Bereich Online zunehmend wichtiger, weil sich Lesegewohnheiten fast so schnell verändern wie die technischen Möglichkeiten im digitalen Bereich. Wie hier Inhalte erstellt werden und wie Print und Online verzahnt sind, wo es verschiedene Anforderungen gibt und wie eine Redaktion den Wünschen der Leserschaft möglichst umfangreich gerecht wird, schilderten Spitz und Dorer bei den Führungen, die am Nachmittag zu jeder vollen Stunde stattfanden. Bei den Lesern der Neckarquelle falle positiv auf, wie sehr sie sich mit Schwenningen und der „Neckarquelle“ identifizierten. Auf 145 Jahre blickt die Heimatzeitung zurück. Eine Besucherin erzählte, sie habe als Kind mal die Druckerei besuchen dürfen, als es noch Setzkästen für die Zeitungsseiten gab. „Danach habe ich meiner Oma gesagt, sie müsse die Zeitung vorsichtig lesen, weil so viel Arbeit drinsteckt.“ Die Setzkästen sind passé, aber viel Arbeit steckt nach wie vor in der Erstellung einer guten Heimatzeitung. Und dies wissen die Leser zu schätzen.

Ein bisschen Spaß muss sein: Tochter und Vater posieren für die Fotobox. Foto: Cornelia Hellweg
Beantwortete Frage rund ums Abo: Peter Sgolik. Foto: Cornelia Hellweg

Fragen rund ums Abonnement beantworteten vor dem Gebäude Peter Sgolik und Kollegen. Die Auszubildenden Leni Grenz und Lia Schuster unterstützten an der Fotobox, die gerne genutzt wurde. Besonders gut kam außerdem das Kinderschminken an.