SWP-Geschäftsführer Manuel de Luca (Dritter von rechts) überreicht an Familie Elmas und Izzet Tekgöz (Zweite und Dritter von links) einen Scheck in Höhe von 2500 Euro. Darüber freuen sich auch TSV-Vorsitzender Orca Tekgöz (links), Ibrahim Er vom Türkischer Elternverein und OBin Dorothee Eisenlohr. Foto: Herzog

Nicht nur in deutschen Großstädten ist die Hilfe für die Erdbeben-Opfer im Osten der Türkei und Grenzgebiet zu Syrien groß.

Nicht nur in deutschen Großstädten ist die Hilfe für die Erdbebenopfer im Osten der Türkei und Grenzgebiet zu Syrien groß. Auch in Schramberg hat eine betroffene Familie spontan eine Spendenaktion mit Hilfsgütern gestartet. Wie Elmas Tekgöz beim Vorort-Termin in der Mariazeller Straße in Sulgen bewegt berichtete, sei ihre Familie wenige Tage nach dem verheerenden Erdbeben von ihrem dort wohnenden Schwager früh morgens mit dieser Nachricht geweckt worden. Dessen Mutter und ihre Schwiegermutter seien zum Glück nahezu unverletzt geborgen worden.

 

Hilfe kommt sofort

Sie habe sich sogleich daran gemacht, Kleider zu sammeln und per Whatsapp einen Aufruf gestartet. Von der Stadt habe sie den Hinweis bekommen, den DRK-Ortsverein zu kontaktieren. Auch habe sie mit Ibrahim Er, Vorsitzender des Türkischen Elternvereins, Kontakt aufgenommen. In kurzer Zeit seien Unmengen Pakete mit Hilfsgütern zu ihr gelangt . die Garage als Zwischenlager platzte bald aus allen Nähten.

Was wird nun gebraucht?

Daraufhin habe die Stadt in der H.A.U. Räume für die Aktion zur Verfügung gestellt, bedankte sich Tekgöz bei Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr, die wissen wollte, was jetzt noch gebraucht werde. „Zelte, Heizlüfter, Kinder- und Babynahrung, Fiebersäfte für Kinder, Decken, Schlafsäcke und warme Kleidung, weil es dort bis zu 17 Grad Minus hat. Aber bitte keine gebrauchten Kleider – aus hygienischen Gründen“, schilderte Tekgöz.

Steffen Rapp von „Easyfitness“ in Sulgen habe einen Transporter zur Verfügung gestellt, der bisher zweimal mit Hilfsgütern beladen und in Herrenberg auf Lastwagen umgeladen worden sei. „Beim Erreichen der Grenze in der Türkei wird nur auf noch nutzbaren Straßen bis ins Erdbebengebiet gefahren“, erzählte die in Schramberg geborene Deutsch-Türkin.

Vernetzung wichtig

Ibrahim Er berichtete von überaus großer Unterstützung, inzwischen sei man bis nach Hessen vernetzt. Es hätten alle Nationalitäten gespendet. Firmen hätten Kartons zum Verpacken sowie Stromgenerationen kostenfrei zur Verfügung gestellt, dankte Er. Auf Anfrage von Eisenlohr bat der Vereinsvorsitzende, dass Kartons beschriftet werden sollten, damit die Helfer in der H.A.U. beim Sortieren wüssten, was drin sei. Organisiert und koordiniert wird die Hilfsaktion von Ceyhun Aydemir und Fethullah Begde. Sie baten darum, dass ab sofort alle Artikel ins HAU-Gebäude 22 abgegeben werden. Täglich sei dort jemand von 9 bis 24 Uhr durchgehend anwesend. Telefonische Kontakte seien unter 0172/7 96 18 51 und 0176/3 23 24 754 möglich.

Oberbürgermeisterin Eisenlohr lobte das Engagement: „Toll, was Sie da auf die Beine gestellt haben. Wir von der Stadt helfen gerne, wie mit den Räumlichkeiten.“

SWP spendet 2500 Euro

Eine finanzielle Spende in Höhe von 2500 Euro überreichte Manuel de Luca, Geschäftsführer von Schwarzwald Präzisionstechnik (SWP).