Der Freundeskreis Weinkeller hat mit einer Christbaumaktion und Glühweinverkauf Spenden für den Verein „Einfach helfen“ gesammelt. Im Nu waren die 30 Bäume, die Markus Breig bereitgestellt hatte, verkauft. 1500 Euro kamen zusammen.
Christbäume aus Heiligenzell für einen guten Zweck. Preisschilder kennzeichneten die Weihnachtsbäume in Heiligenzell nicht. Der Preis komme über eine Spende für die Aktion „Einfach helfen“. Kindern und ihren Familien unbürokratische Hilfe zukommen lassen, war das Ziel dieser Aktion und auch die Intention des Freundeskreises Weinkeller. Unkompliziert war dabei die Vorgehensweise. Das Team hatte mit Patrick Müller 30 Christbäume in Heiligenzell mit der Handsäge abgesägt und nun standen die Bäume für ihren Kauf bereit. Hinter der Kirche, dort wo ein kleiner Fußweg zur Sakristei führt, waren die Bäume in exponierter Lage ausgestellt. Kurz vor 15 Uhr waren die ersten Erwerber eines Baumes im Hof gestanden. Der Grill war angeworfen und auch das Feuer loderte bereits im kleinen Eisenkorb. Torsten Schaub legte immer wieder einen Scheit nach während hinter der Theke Katrin Keller, Stefan Schlageter und Gerold Kadenbach die Würste an den Mann oder die Frau brachten.
Käufer sind begeistert von den Bäumchen
Gerade noch rechtzeitig zum Christbaumkauf ist Caroline Wimmeroth mit Töchterchen Hanna aus Friesenheim gekommen. So wie Heiligenzeller eigentlich ihren Baum nach Hause tragen, nehmen Mutter und Tochter den Baum im Auto mit. Einen großen für Hannah und einen etwas kleineren für Oma und Opa. „Das sind wunderschöne Bäume“, stellte Caroline Wimmeroth fest und freut sich schon auf das gemeinsame Schmücken. Bereits um 16 Uhr hatten so gut wie alle 30 Bäume einen Besitzer gefunden. Nur ein kleines Bäumchen stand noch etwas stiefmütterlich in der Ecke. Ein Paar schenkte dem Baum zwar seine Beachtung, zog aber dennoch etwas enttäuscht von dannen. Mehr als einen Meter sollte der Baum schon bringen, sagte der Blick auf jene Tannen, die die Menschen um eine Kopfeslänge überragen. Trotzdem gab sich Patrick Müller zuversichtlich und erklärte mit einem lauten Lachen: „Den bekommen wir heute Abend auch noch weg. “ So frisch geschlagen, gebe es den Baum ansonsten nur vom Feld abgeholt. Der ökologische Fußabdruck sei ohnehin bei diesen Bäumen einzigartig.
Baumspende kommt von Markus Breig
„Sehr dankbar sind wir für die Baumspende von Markus Breig“, erklärte Patrick Müller. Getroffen habe er den Besitzer der Christbaumanlage noch nie, aber mit ihm telefoniert. Vieler Worte bedurfte es nicht. „Wie sieht es aus, wir würden wieder gerne Christbäume gegen eine Spende hergeben?“, lautete die mehr oder weniger rhetorische Frage. „Kein Problem – holt, was ihr braucht“, kam es auch in diesem Jahr von Breig zurück. In Heiligenzell ließ sich über diese Aktion wieder eine spontane Feier organisieren. Das kam bei den Heiligenzellern sehr gut an. Wer leer ausgegangen ist, kam immerhin noch in den Genuss einer Bratwurst oder eines guten Stücks Hefezopf. Es ist der Blick in Demut und Dankbarkeit auf das eigene Leben, das die Freunde zu dieser Aktion zusammenbringe. Dass Schicksalsschläge manchmal das Leben von heute auf morgen auf den Kopf stellen können, sei jedem bewusst. Umso wichtiger sei der Mannschaft, dass es eine Stelle über „Einfach helfen“ gibt, die unbürokratisch eine Hand reiche. 1500 Euro kommen direkt aus Heiligenzell. Aus einem langen Nachmittag in wunderbarer Gemeinschaft. Im vergangenen Jahr hat das Team an das Kinder- und Jugendhospiz Ortenau eine Spende in Höhe von 900 Euro gegeben.
Die Unterstützer
Die 100 Brötchen und zwei Meter Nusszopf hat Bäckermeister Klaus Baumert gestiftet. Den Glühwein haben die Haus- und Gartenfreunde beigesteuert und den Rest die Weinkellerfreunde übernommen.