Groß ist der Andrang bei den Furtwanger Imfptagen. Für die Impfung zuständig war am Dienstag als Ärztin Judit Kovacs von der Furtwanger Praxis Besenfelder-Ploetz. Foto: Heimpel Foto: Schwarzwälder Bote

Einer großer Nachfrage erfreut sich der Impftermin in Furtwangen am Dienstag und Mittwoch.

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Furtwangen - 1600 Bürger aus den sechs Gemeinden des oberen Bregtals und der Raumschaft Triberg können hier in einer großen Aktion gegen Corona immunisiert werden. Es ist dies der erste derartige Vorort-Impftermine im Schwarzwald Baar Kreis außerhalb der großen Impfzentren.

Bürgermeister Josef Herdner, der sich in zahlreichen Gesprächen vom Ministerium über Regierungspräsidium Landratsamt bis zum Impfzentrum in Offenburg für einen solchen Impftermin stark gemacht hatte, stellte fest, dass mit dieser Aktion nun rund sieben Prozent der Bevölkerung in den sechs Orten geimpft werden können.

Am Dienstag waren es die Bewohner von Gütenbach sowie der Raumschaft Triberg mit Triberg, Schonach und Schönwald, am heutigen Mittwoch sind es die Bürger von Vöhrenbach und Furtwangen, die im Sportzentrum Hinterbreg (ehemalige Tennishalle) geimpft werden. Eine umfangreiche Infrastruktur musste in der Halle aufgebaut werden, um die 1600 Impfungen reibungslos abzuwickeln. Das begann schon bei der Einteilung der Zeiten und traf dann vor den Aufbau im Sportzentrum.

Parallel jeweils sieben Impfungen

Vor allem konnte hier auch die bereits vorhandene Infrastruktur vom Furtwanger Test- und Impfzentrum genutzt werden, musste allerdings noch einmal deutlich erweitert werden, damit parallel jeweils sieben Impfungen durchgeführt werden können.

Dabei wurde hier ein perfektes Umfeld geschaffen, so die Teamleiterin aus dem Offenburger Impfzentrum, Luitgard Nieghorn. Aus dem Impfzentrum des Ortenaukreises waren 27 Mitarbeiter nach Furtwangen gekommen, darunter sechs Ärzte.

Unterstützt wurden sie dabei durch Furtwanger Ärzte: am Dienstag durch Judit Kovacs von der Praxis Besenfelder-Ploetz und am Mittwoch durch Lioba Kühne und Barbara Weis.

Das DRK Furtwangen unterstützte die ganze Aktion mit drei Helfern für den Sanitätsfachdienst. Und dazu kamen noch vier Gruppen von jeweils fünf Mitarbeitern der Stadtverwaltung, die vor allem im organisatorischen Bereich tätig waren: Abgleich der Termine, Betreuung im Ablauf und Aufsicht nach der Impfung.

Drei Impfteams im Einsatz

Vor Ort war auch der Koordinator des Impfzentrum des Ortenaukreises, Peter Rombach. Er erläuterte, dass drei Impfteams von insgesamt neun des Ortenaukreises in Furtwangen im Einsatz waren.

Auch er zeigte sich sehr zufrieden mit den Vorbereitungen durch die Stadt und die vorhandene Infrastruktur: "Wir können nicht meckern!" Wie groß das Interesse an diesem Impftermine war zeigt allein die Tatsache, wie schnell die Termine vergeben waren. Bereits wenige Stunden, nachdem die entsprechende Homepage freigeschaltet worden war, waren rund 90 Prozent der Termine vergeben.

Dabei galt hier die aktuelle gültige Priorisierung beispielsweise Menschen über 60 oder mit Vorerkrankungen. Dies wurde bereits bei der Anmeldung entsprechend abgefragt. Der Ablauf im Impfzentrum war stark strukturiert und organisiert.

Moderna statt BioNTech

Nach Anmeldung und Abgleich der Daten kam dann die Impfkandidaten zu dem jeweiligen Arzt. Hier wurde die medizinische Anamnese aufgenommen und über die Impfung, auch über deren Risiken, aufgeklärt, bevor dann tatsächlich die Impfung durch eine medizinische Mitarbeiterin durchgeführt wurde.

Aufgrund von Lieferengpässen wird mit dem Impfstoff von Moderna statt von BioNTech geimpft.

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