Liebenzeller Schulen und Kindergärten beteiligen sich wieder am Weihnachtspäckchenkonvoi „Kinder helfen Kindern“ und bringen Weihnachtsfreude in entlegene Regionen Osteuropas.
Dieses Jahr haben sich Schüler der Reuchlin-Realschule und der Reuchlin-Grundschulen mit ihren Außenstellen Möttlingen und Unterhaugstett sowie Kinder des Beinberger Kindergartens an dem deutschlandweiten Weihnachtspäckchenkonvoi beteiligt, um Weihnachtsfreude in entlegene Regionen Osteuropas zu bringen und den dortigen Kindern ein kleines Lächeln ins Gesicht zu zaubern.
Zwischenlager Vergangenen Dienstag und Mittwoch überreichten die Kinder selbst ihre Päckchen an Beatriz Volle aus Monakam, welche die Aktion seit vielen Jahren zusammen mit ihrer Tochter Fabienne und Ehemann Tobias für Bad Liebenzell und Nachbargemeinden koordiniert. Von dort aus gehen die Päckchen weiter in ein Zwischenlager nach Karlsruhe.
Auch Albanien dabei
In den vergangenen 25 Jahren wurden deutschlandweit über zwei Millionen Geschenke ehrenamtlich nach Bulgarien, Moldawien, Rumänien und in die Ukraine gebracht. Dieses Jahr kommt Albanien als neues Zielland hinzu.
260 Helfer Der Grundstein für die Gesamtaktion „Weihnachtspäckchenkonvoi“ wurde 2001 im Kinderdorf Timisoara in Rumänien mit 100 Päckchen, elf Fahrzeugen und 24 Helfern gelegt. Im vergangenen Jahr waren es schon 147 232 Päckchen, die mit 49 Fahrzeugen und 260 Helfern auf den Weg gebracht wurden.
Abfahrt am 29. November
Dieses Jahr markiert nicht nur ein Jubiläum, das 25., sondern auch ein Meilenstein die Aktion: Das zweimillionste Päckchen wird auf die Reise gehen, wie einer Pressemitteilung der veranstaltenden Organisation aus Tauberbischofsheim zu entnehmen war. Abfahrt aller Fahrzeuge ist Samstag, 29. November, ab 10 Uhr im Industriepark Wolfgang in Hanau.
Fotos mitgebracht In diesen Wochen laufen überall deutschlandweit die Sammel-, Pack- und Sortieraktionen auf Hochtouren. Familien, Kitas, Schulen und Vereine packen unter dem Motto „Kinder helfen Kindern“ Tausende liebevoll gestaltete Geschenke.
Erfahrene Teams
Jedes Päckchen steht dabei für Hoffnung, Verbundenheit und Menschlichkeit, wie Beatriz Volle anhand einiger mitgebrachter Fotos zusammen mit Birgit Ziegler, Lehrerin an den Reuchlin-Grundschulen, den Kindern aller Klassen auf dem Brunnenpausenhof der Schule an der Hindenburgstraße 6 in Bad Liebenzell verdeutlichen.
Die Geschenke werden dabei überwiegend zu Waisen- und Krankenhäusern, Behinderteneinrichtungen, Kindergärten und Schulen in die ärmsten, meist ländlichsten Regionen und Bergdörfer Osteuropas gebracht.
Nach den kriegsbedingt eher eingeschränkten Jahren plant der Konvoi im Jubiläumsjahr auch wieder persönlich in die Ukraine zu fahren, begleitet von erfahrenen Teams und in enger Kooperation mit lokalen Partnern, wie der Presseinformation weiter zu entnehmen war.
Gemeinsam verpacken
Mehr als 30 Lkw, sechs Reisebusse und zehn Begleitfahrzeuge mit rund 270 ehrenamtlichen Helfern sollen diesmal beteiligt sein, um die Geschenke persönlich zu übergeben.
Die Qualität der Päckchen ist wichtiger als die reine Anzahl, gibt Beatriz zu verstehen, weshalb man seit einigen Jahren auch dazu überging, die von den Kindern mitgebrachten Gegenstände gemeinsam in den Klassen zu verpacken.
Damit werde der Inhalt der Päckchen besser gesteuert und die Inhalte auch etwas ausgeglichener.
Aufkleber auf Päckchen
Gut erhaltene Spielzeuge, warme Kleidung und Schuhe, deutschsprachige Bücher, aber auch Hygieneartikel, Seifen, Schokolade und Gummibärchen sind gerngesehene Artikel. Auf jedem Päckchen stehen auf einem Aufkleber Alter und Geschlecht dazu.
Neben Mitgliedern der deutschen Service-Clubs Round Table, Ladies’ Circle, Old Tablers und Agora Club Tangens haben sich über die Jahre hinweg viele feste Unterstützer und Sponsoren des Weihnachtspäckchenkonvoi gefunden, ohne die die Durchführung mittlerweile unvorstellbar wäre.