ACE-Tester Holger Wegener bei der Erhebung der Aktion „Licht am Fahrrad – sehen und gesehen werden!“ Foto: Sven Hübschen

Der Kreisclub Freiburg-Lörrach-Hochrhein des ACE – Auto Club Europa – hat eine Aktion zur Fahrradbeleuchtung in Lörrach organisiert. Ein Ergebnis mit Licht und Schatten.

Ziel war es, auf steigende Risiken im Herbst- und Winterverkehr aufmerksam zu machen und insbesondere Radfahrer zu sensibilisieren.

 

In der dunklen Jahreszeit sind die Sichtverhältnisse im Straßenverkehr schwierig: Nässe, Nebel und frühe Dämmerung erschweren das Erkennen anderer Verkehrsteilnehmer. Bei der Aktion dokumentierten ACE-Ehrenamtliche den Zustand von Fahrradbeleuchtungen in Lörrach, informierten über die richtige Ausstattung und gaben Tipps für mehr Sicherheit im Alltag. Die Ergebnisse zeigten laut einer ACE-Mitteilung: „Noch immer sind viele Fahrräder nicht ausreichend beleuchtet – ein erheblicher Risikofaktor.“

Bei 21 Prozent der Radler Beleuchtung unzureichend

Von insgesamt 167 erfassten Fahrrädern in Lörrach waren 132 mit der vorgeschriebenen Beleuchtung ausgestattet – bestehend aus einem weißen Frontscheinwerfer und einer roten Rückleuchte. Dennoch wurden zahlreiche Mängel festgestellt: 21 Prozent der Radler waren mit unzureichender Beleuchtung unterwegs, 6,6 Prozent fuhren sogar komplett ohne Licht, so der ACE.

„Auch wenn der Anteil mangelhaft beleuchteter Fahrräder auf den ersten Blick nicht besonders hoch erscheint, bleibt das Risiko für alle Verkehrsteilnehmenden erheblich. Bereits eine übersehene Person kann schwere Unfälle und gravierende Folgen nach sich ziehen“, heißt es.

Der ACE-Experte Holger Wegener appelliert daher eindringlich: Beleuchtung „Nur mit funktionierender und ausreichender Beleuchtung Fahrrad fahren – zum eigenen Schutz und zur Sicherheit anderer.“

Im Vergleich zu Freiburg schneidet Lörrach besser ab

Im Vergleich zu Freiburg zeigt sich für Lörrach ein insgesamt positives Bild. In Freiburg waren beim ACE-Test 29 Prozent der Fahrräder unzureichend beleuchtet und 10,6 Prozent sogar ganz ohne Licht unterwegs.

„Eine korrekt eingestellte und ausreichend helle Fahrradbeleuchtung ist für Radfahrer lebenswichtig“, betont der ACE. Empfohlen werden mindestens 20 Lux sowie eine nach der Straßenverkehrsordnung zugelassene Beleuchtung. Nach vorne muss ein weißes Licht strahlen, nach hinten ein rotes. Wer ohne funktionierende Beleuchtung unterwegs ist, riskiert auch ein Bußgeld – 20 Euro, im Falle eines Unfalls 35 Euro.

Zusätzlich sorgen Reflektoren dafür, im Straßenverkehr besser wahrgenommen zu werden. Gesetzlich vorgeschrieben sind an den Pedalen jeweils zwei orangefarbene Reflektoren.

Gute Beleuchtung rettet Leben

„An den Rädern müssen Speichenreflektoren, Speichen-Sticks oder umlaufende Reflexstreifen vorhanden sein. Außerdem ist ein weißer Reflektor vorne und ein roter hinten Pflicht“, so der ACE. Diese einfache Ausstattung erhöhe die Sichtbarkeit deutlich – besonders bei Regen, Nebel oder Dunkelheit.

Der ACE appellierte zudem an Eltern, ihre Kinder mit heller Kleidung und reflektierenden Elementen auszustatten, um die Sichtbarkeit im Straßenverkehr zu erhöhen. „Nur wer gut gesehen wird, kommt sicher nach Hause. Dieses Prinzip gilt gleichermaßen für Erwachsene und unabhängig davon, ob man zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit anderen Verkehrsmitteln unterwegs ist,“ merkt Wegener an.