Die Markgrafenbrücke in Ahrweiler wurde vom Hochwasser zerstört. Foto: dpa/Thomas Frey

Unsere Börsenexperten blicken auf die kommende Woche. Nach dem Hochwasser blicken Anleger gespannt auf die Pressekonferenz der Allianz am Freitag.

Frankfurt - Die Vorzeichen für die neue Handelswoche sind nicht die besten: Der am Samstag veröffentlichte chinesische Einkaufsmanagerindex signalisierte eine Verlangsamung des Wachstums in der Volksrepublik. Und am Vortag hatte die Veröffentlichung des hiesigen Bruttoinlandsprodukts dem Deutschen Aktienindex (Dax) einen Dämpfer verpasst: Die Wirtschaft wächst zwar wieder, aber nicht so rasant wie erhofft.

 

Schlechte Stimmung an der Wall Street löste am Freitag das Online-Kaufhaus Amazon aus. Seine Umsätze steigen nicht mehr so schnell wie in der jüngsten Vergangenheit. Für den krisengeplagten stationären Einzelhandel könnte das freilich von Vorteil sein – am Montag veröffentlicht das Statistische Bundesamt Zahlen zur Umsatzentwicklung im Juni.

Infineon-Bilanz wird Licht auf Halbleiter-Markt werfen

Mit Spannung wird auch der Quartalsbericht des Chipherstellers Infineon am Dienstag erwartet – schließlich sind Halbleiter weiterhin Mangelware. Das Thema dürfte zudem auf der Bilanzpressekonferenz von BMW am selben Tag eine Rolle spielen.

Im Laufe der Woche veröffentlichen weitere Dax-Konzerne ihre Quartalsberichte: am Mittwoch Adidas und Bayer, am Freitag der Wohnungskonzern Vonovia und die Allianz. Man darf gespannt sein, was der Vorstand des Versicherungsriesen zu den Schäden durch die Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sagt. Und Vonovia wird noch viele Fragen zum Platzen der Fusion mit der Deutschen Wohnen beantworten müssen.

Auch Unternehmen aus der Region öffnen ihre Bücher

Daneben öffnen eine ganze Reihe von Unternehmen aus der zweiten Börsenliga ihre Bücher. Darunter sind die Commerzbank, Lufthansa, der Göppinger Software-Hersteller Teamviewer, Modeproduzent Hugo Boss aus Metzingen und der Maschinen- und Anlagenbauer Dürr, der bereits vergangene Woche vorläufigen Zahlen vorlegte.

Bislang laufe die Berichtssaison für das zweite Quartal gut, analysiert die Commerzbank. „Die deutschen Unternehmen befinden sich weiter auf Erholungskurs, obwohl die Preise von Vorprodukten wie Basischemikalien und Stahl gestiegen sind und Halbleiter weiter knapp sind.“ Insofern gibt es durchaus Chancen, dass die neue Woche trotz der schwachen Vorgaben aus China erfreulich endet.