Die katholische Kirche St. Michael ist voll am Sonntagabend, die letzten verfügbaren Plätze werden kurz vor Beginn noch gesucht. Denn es ist ein besonderer Abend in der Kirche: Das Akkordeonorchester Aichhalden-Rötenberg gibt sein Kirchenkonzert.
Pfarrer Christian Albrecht begrüßte die zahlreich erschienenen Besucher und Musiker herzlich. „Musik kann Herzen öffnen und sie stärken für ganz gleich, was kommt“, so Albrecht.
Es freute ihn zudem, eine weitere Besonderheit ankündigen zu können: Die zwei Eröffnungsstücke, „Abendlied“ und „A Whole New World“, wurden vom erst im vergangengen Herbst geründeten Jugendorchester AKO-SoundScouts gespielt. Da sie auf der Empore spielten, bekamen die Zuhörer sie erst beim Positionswechsel in die erste Reihe vor das Hauptorchester am Altar doch zu Gesicht. Die elf älteren AKO-Kids proben ein Mal wöchentlich. Ihre Anstrengungen konnten sich nach so kurzer Zeit mit Genuss hören lassen.
Mehrere Preise geholt
Für den folgenden Konzertteil des Hauptorchesters, konnte eine besondere Konzertpartnerin gewonnen werden. Helen Gwyneth Buck aus Calw-Zavelstein spielt seit frühester Kindheit Blockflöte und erhielt bereits zwei Mal, 2015 und 2018, mit der Höchstpunktzahl den ersten Preis des Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“.
Aktuell studiert sie an der Hochschule für Musik Karlsruhe Blockflöte und Cello. Die Verwandschaft mit einem Musiker aus dem Hauptorchester führt sie immer wieder hierher – nun auch zum musizieren.
Es wurden Klassiker wie „Imagine“, „Nothing else matters“ oder „Live and let die“ gespielt. Aber auch klassische Musik und Filmsoundtracks wurden aufgeführt. Insbesondere die Zusammenstellung „The Lord of the Rings“ löste einen wahren Begeisterungssturm aus.
Fulminante Auswahl
Die Vorsitzende Yvonne Haberer dankte Mario Nortmann für die Leitung beider Orchester. Ihm sei eine fulminante Auswahl gelungen, die nicht nur das Publikum begeistert habe, sondern auch den Musikern selbst viel Freude bereitet habe. Ebenso lobte sie Konzertpartnerin Helen Gwyneth Buck für ihren Einsatz an Cello und Flöte. „Es war beeindruckend zu hören, was mit einer so kleinen Flöte klanglich herbeigezaubert werden könne“, sagte sie.
Dazuhin lobte sie die vielen Unterstützer – Christian Petermann am Bass, Leila Witz in der ersten Stimme am Akkordeon, den zwei zusätzlichen Schlagzeugern Max Kalmbach und Sebastian Lang, für die Technik Robin Schmidt, Karin Ginter für den Blumenschmuck, Frau Spanitz für ihr Engagement und nicht zuletzt Pfarrer Albrecht dafür, dass die Kirche als Veranstaltungsort genutzt werden konnte.
Vorsitzende verabschiedet sich
Nach zehn Jahren Dienst verabschiedete sich Yvonne Haberer, zu Tränen gerührt, vor allen Versammelten aus ihrem Amt als Vorsitzende. Sie werde sich bei der Generalversammlung am kommenden Freitag nicht mehr zur Wahl aufstellen lassen. Sie dankte ihren Vorstandskolleginnen über die vergangene Dekade: Stefanie Schnell, Beate Bühler und aktuell Silke Herzog.
Auch die wechselnden Ausschussmitglieder, die hervorragende Arbeit leisten, wie Oli Ginter, wurden nicht vergessen.
Der Verein hat sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt und viel zu einem blühenden Dorfleben beigetragen. Das wird weiterhin so bleiben. Die gesammelten Spenden des Konzertabends werden in die künftige Jugendarbeit des Vereins fließen.