Das Jahreskonzert der Spielgemeinschaft Akkordeon-Spielring Unterkirnach und des Akkordeonvereins Blau-Weiß Villingen war ein voller Erfolg.
Beschwingt, tiefgründig und sehr unterhaltsam: Das Jahreskonzert der Spielgemeinschaft Akkordeon-Spielring Unterkirnach und des Akkordeonvereins Blau-Weiß Villingen bot in der Schlossberghalle einen „Gute Laune“-Sonntagnachmittag.
Unter der bewährten Leitung von Ferdinand Schneidt entstand ein bunter musikalischer Reigen mit sehr großer Bandbreite.
Die Fantasie über „Parle-moi d’amour“ aus den 20ern verlangte durch die Tempiwechsel den Musikern von Beginn an einiges ab. Genauso anspruchsvoll ging es mit der Carmen-Suite von Georges Bizet weiter. Die vier Stücke Les Toreadores, Prélude, Habanera und Aragonaise wurden „leidenschaftlich einstudiert“, wie Moderator Hartmut Böhlefeld einleitend erklärte.
Hochkonzentriert ging es dann zur Sache, genauso verfolgte das Publikum in der vollen Schlossberghalle jede einzelne Note. Die hohe Anspannung entlud sich schließlich in einem begeisterten Beifall. So ging es während des Konzerts geradezu weiter.
Das Stück Highland Cathedral, von Böhlefeld als Schottische Nationalhymne bezeichnet, wurde ebenso mit starkem Applaus bedacht, wie der Programmpunkt „Eric Clapton in Concert“. Die Gitarre von „Mister Slowhand“ fehlte überhaupt nicht, denn die Akkordeon-Spielerinnen animierten das Publikum zum spontanen Mitwippen von Füßen und Köpfen.
Publikum lässt Musiker nicht ohne Zugabe gehen
Und wie in einem Rockkonzert üblich, waren nicht wenige zustimmende Rufe am Ende dieses Konzertteils zu hören. Nicht nur die Akkordeon-Spielerinnen hatten sich dies längst verdient, sondern auch Markus Gentner am Keyboard und Schlagzeuger Miguel Klausmann von der Stadt- und Bürgerwehrmusik Villingen.
Das eher unbekannte Stück „Skataco“ aus den Niederlanden kam mit Shuttle- und Groove-Elementen daher und wurde ebenso begeistert von den Zuhörern angenommen.
Beim Musical-Mix schließlich gab es kein Halten mehr. Da wurde bei Klassikern wie „Chim Chim Cher-ee“ oder „Superkalifragilistisch“ eifrig mitgeklatscht. So aufgeheizt, ließ das Publikum die Musiker natürlich nicht ohne Zugaben gehen. Davon gab es zwei, bevor es in die Pause ging.
Mit Sonnenbrillen und schwarzen Hüten
Danach hatte die in Villingen-Schwenningen wohlbekannte Band „WG & Friends“ unter der Leitung von Gerhard Kurz das Sagen. Stilecht mit Sonnenbrille und schwarzen Hüten – die Blues Brothers lassen grüßen – fetzten die Musiker auch gleich los. Moderator Böhlefeld hatte mit seiner Ansage vom „schmissigen Sound“ nicht zu viel versprochen. Die Musiker mit und ohne Beeinträchtigungen hatten sichtlich Spaß beim Musizieren, was sich sofort aufs Publikum übertrug.
Spontan wich die Band „WG & Friends“ vom Programm ab und schob „Wo steggsch, Rolando“ mit einem Posaunensolo dazwischen oder übersprang einige Stücke. „Let’s get loud“ von Jennifer Lopez nahm die Band, die 2026 ihr 20. Jubiläum feiert, wörtlich. Es wurde richtig laut.
Nach weiteren ruhigeren Stücken ging schließlich der rundum gelungene Konzertnachmittag zu Ende.