Die neugegründete Lufthansatochter "Eurowings Discover" hat erst vor wenigen Monaten ihren Betrieb aufgenommen. Foto: Lufthansa/MoCGI/dpa Foto: dpa

Piloten und Flugbegleiter wollen für die neue Lufthansa-Tochter mitreden und einen Betriebsrat ins Leben rufen.

Frankfurt/Main - Die Pilotengewerkschaft Cockpit (VC) und die Flugbegleitergewerkschaft Ufo wollen gemeinsam bei der Lufthansa-Tochter Eurowings Discover einen Betriebsrat fürs fliegende Personal gründen.

"Wir setzen uns aktiv für die Gründung eines Betriebsrats ein und sind davon überzeugt, dass die Beschäftigten ein Interesse an betrieblicher Mitbestimmung bei ihrer Airline haben", sagte VC-Präsident Stefan Herth am Freitag laut Mitteilung. "Nur durch eine funktionierende Sozialpartnerschaft kann ein Betrieb gesund wachsen", ergänzte die stellvertretende Ufo-Vorsitzende Anja Bronstert.

Ziel der Tochter: Betriebskosten gering halten

In einem ersten Schritt wollen die Gewerkschaften das fliegende Personal zu einer Betriebsversammlung einladen. Die neu gegründete Lufthansa-Tochter Eurowings Discover hatte in diesem Sommer ihren Flugbetrieb im Langstreckengeschäft aufgenommen. Mit der Ausrichtung auf das touristische Segment will der Konzern neue Märkte erschließen.

Eurowings Discover soll früheren Angaben zufolge zu deutlich niedrigeren Betriebskosten arbeiten als die Kernmarke Lufthansa. Schon die Planungen für das Projekt hatten wegen der im Vergleich zum Konzern niedrigeren Tarifbedingungen zu heftigem Streit mit den Gewerkschaften des fliegenden Personals geführt. Aktuell beschäftigt Eurowings Discover einschließlich Verwaltung etwa 800 Mitarbeiter.

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