In den vierten Bauabschnitt geht es derzeit im Aichhalder Außenbereich, dem Eselbachtal. Bis Herbst soll alles fertig sein.
Auch wenn die Straße durch das idyllische Eselbachtal derzeit gesperrt ist – es ist gerade eine der seltenen Wochen der vergangenen anderthalb Jahre und bis Herbst, in der es theoretisch möglich ist, das Tal zu durchqueren.
Bis zur „Schwarzwaldstube“, die bisher immer von Aichhalden aus anfahrbar war, ist mittlerweile vom Tal herauf nach oben Kanal, Wasserleitung und Straße fertig.
Parallel zum Wasser und Abwasser wurden auch Leerrohre für Breitband und Strom eingelegt. Die Abwasserentsorgung erfolgt im Trennsystem mittels Druckleitung mit Anschluss an die Kläranlage Schramberg, die sich wenige Meter entfernt der Talmündung des Eselbachs befindet. Die Hauptleitung misst 2,66 Kilometer, hinzu kommen weitere Strecken für die Hausanschlüsse.
Ab der kommenden Woche ist dann der vierte Teilabschnitt der Sanierung dran: Das restliche Stück von der Schwarzwaldstube bis zum Aichhalder Gewann Buz/Riesen.
Jetzt noch ein Kilometer
Rund einen Kilometer lang ist der Bereich, der jetzt noch bearbeitet werden muss. Begonnen wurde bereits damit im Bereich außerhalb des Straßenkörpers. So wurde am Mittwoch ein Betonschacht für die Frischwasserleitung gesetzt.
Dieser hat die Aufgabe den Druck weiter talwärts zu reduzieren, der ohne diese Zwischenlösung deutlich höher wäre und bei der Leitung selbst und natürlich auch den Hausinstallationen sonst zu Problemen führen könnte.
Zwei Jahre Bauzeit
Rund zwei Millionen Euro kostet die Baumaßnahme insgesamt, sagte Bürgermeister Michael Lehrer gegenüber unserer Redaktion, dazu passe auch die Bauzeit von insgesamt zwei Jahren – eine Baukolonne könne in der Regel pro Jahr den Aufwand von rund einer Million Euro „verbauen“, heiße es allgemein.
Rund 900 000 Euro für die Straße
Davon liegen die Kosten für die Straßensanierung bei knapp der Hälfte. So erhalte die Straße durch den Eselbach auf ihrer Länge von 3,15 Kilometer eine neue Tragdeckschicht, ebenso würden die bereits bestehenden Ausweichstellen saniert.
Ein Teil der Kosten trägt übrigens die Stadt Schiltach, deren Gemarkung Hinterlehengericht im Bereich des Schramberger Steinbruchs bis in das Eselbachtal reicht.
Alle Kurven bleiben
An der Fahrbahnbreite der Gemeindeverbindungsstraße, die bei Stau auf der Bundesstraße 462 nicht ganz so stark wie das benachbarte Aichhalder Loch, aber dennoch auch als Umgehungsstrecke genutzt wird und vor allem bei Einheimischen beliebt ist, bleibt unverändert.
Wie es zu Beginn der Maßnahme im Gemeinderat hieß, würde auch keine der Kurven entschärft. Somit müsse auch kein Fels abgetragen oder ins Gewässer eingegriffen werden. Die Nebenstraßen würden mit der jeweils bisherigen Oberfläche wieder hergestellt.
Sonderweg zur Schwarzwaldstube
Auf jeden Fall, so war bereits bei Beginn der Baumaßnahme klar, soll es für die Anwohner während der gesamten Zeit möglich sein, entweder von oben, also Aichhalden, oder vom Tal aus zu ihren Gebäuden zu gelangen.
Die Gaststätte Schwarzwaldstube im Eselbach ist in diesem Fall ab kommender Woche mit dem Fahrzeug nur von der Talseite aus erreichbar und nicht, wie bisher, von Aichhalden.