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Aichhalden "Zu einzigartiger Klasse gewachsen"

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Die Abschlussschüler der Klasse 9 mit Schulleiter Josef Rack (links) und Klassenlehrerin Doro Rebholz (rechts). Fotos: Herzog Foto: Schwarzwälder Bote

Das Beste zuerst: Alle 17 Schüler der Klasse 9 haben ihren Hauptschulabschluss in der Tasche. In den Klassenbüchern stand jedoch nicht nur Gutes. Bei der Abschlussfeier in der Josef-Merz-Halle sorgte die Rede von Rektor Josef Rack mehrmals für Schmunzeln.

Aichhalden. Rack erinnerte dabei an den Einschulungstag der Fünftklässler im September 2014 bei der GHWRS Aichhalden. Bereits in der zweiten Woche habe es täglich Eintragungen zum Fehlverhalten von Schülern gegeben. Eine davon lautete: "Mathe ist kacke, des mach i net".

Der damaligen Klassenlehrerin Claudia Czillich (jetzt Mosbacher) bescheinigte Rack eine pädagogische Meisterleistung als Löwenbändigerin. In den folgenden Schuljahren sei es kaum besser geworden, eine Spitzenleistung mit 45 Fehltagen habe die Klasse 8 aufgestellt. Da ihm ein Schüler versichert habe, dass Kaugummi kauen erwiesenermaßen das Denken fördere, habe er sich auf ein Experiment bei einer Klassenarbeit eingelassen. "Der Versuch ist kläglich gescheitert", verriet der Schulleiter mit einem Lächeln.

Ab der Klasse 9 habe die Einstellung gestimmt und die Disziplin sei besser geworden. Die Ergebnisse der Abschlussprüfung mit acht Sonderpreisen und einer Belobung spreche für sich, hob Rack hervor. Klassenlehrerin Doro Rebholz sagte, sie sei stolz, "ihren" Schülern die Abschlusszeugnisse überreichen zu dürfen. Damit hätten sie symbolisch den Schlüssel für die Zukunft in der Hand, in der ihnen alle Türen offen stünden.

Beim Nähen der Schlüsselbänder in den Lieblingsfarben der Schüler als Geschenk sei ihr aufgefallen, wie individuell sie seien und sie zu einer einzigartigen Klasse gewachsen seien. Nicht immer wisse man, welcher Schlüssel zu welchem Schloss passe. Da brauche es auch Mut. Viele Menschen könnten einem die Tür aufhalten, durchgehen könne man nur selber. Für die Tür zur Schule in Aichhalden bräuchten sie keinen Schlüssel, sie stehe ihnen immer offen, dankte Rebholz Schülern, Kollegen und Eltern.

Bürgermeister Michael Lehrer wertete den erfolgreichen Hauptschulabschluss der Schüler als eine weitere mit Bravour geschaffte Etappe im Leben. Zäune begrenzten und böten Schutz. Die Hauptschule sei für die Schüler ein umzäuntes und vertrautes Gebiet gewesen, in dem sie sich wohlfühlten. Ab September würden sie Neuland betreten und selbst entscheiden, ob sie andere Zäune überwänden. Dies sei oft eine schwierige Entscheidung, egal ob im Beruf oder in der Familie, weil es kein Falsch oder Richtig gebe. Es erfordere Mut, mit der Situation zufrieden zu sein und mal über den Zaun zu steigen. Je älter man werde, desto schwieriger.

Egal wie man es mache: "Der schlechteste Platz ist immer auf dem Zaun. Macht den Schritt darüber, zurück könnt ihr immer noch", gab der Bürgermeister den Schülern mit auf den Weg und zeichnete Lorenz Roming als Klassenbesten mit einem Preis aus. Roming erhielt gleichzeitig auch den von der Sparkasse ausgelobten Wirtschaftspreis. Zwischen den Ansprachen wurden die Eltern und Gäste durch Musikstücke und Sketche der Schüler bestens unterhalten, ehe nach der Zeugnisausgabe der Tanz der Klasse 9 den Abschluss der Feierlichkeiten bildete.

Mikailcan Akyildiz, Alexander Brüstle, Jannick Deschner, Carolin Franziska Ginter, Particia Hezel, Rebecca Hezel, Martina Hils, Franziska Keller, Christian Petcu, Lorenz Roming, Yannik Rudolf, Cosima Schmid, Niklas Schwenk, Manuela Verena Stöferle, Zoe Straß, Indira Vogt und Jule Wieseke.

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Stephan Wegner

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