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Aichhalden Von unverhofften Vaterfreuden...

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Drunter und drüber geht es auf der Bühne bei "Baby wider Willen", bei dem Sissi Joos (rechts) als Bürgermeister-Mutter zum 40. Mal mitwirkt. Fotos: Herzog Foto: Schwarzwälder Bote

Mit dem Dreiakter "Baby wider Willen" haben die zahlreichen Besucher in der Mehrzweckhalle eine Komödie mit viel Situationskomik, kriminellen Zügen und Klischees aus einem angestaubten Rathaus zu sehen bekommen.

Aichhalden-Rötenberg. Der Theatergruppe des SV Rötenberg unter der Regie von Sissi Joos war es bestens gelungen, mit ihrem ausgewählten schwäbischen Schwank von Bernd Gombold die Zuschauer mehr als drei Stunden lang prächtig zu unterhalten. Damit hatte SVR-Vorsitzender Stefan Wiedmann bei seiner Begrüßung nicht zu viel versprochen. Dass das Schauspielteam schon zum 46. Mal sein Können zeige, erfülle ihn und den Verein mit Stolz. Denn eine Weihnachtszeit ohne Theater sei für viele Rötenberger nicht denkbar. Gerade in dieser Zeit, die eigentlich der Familie gehöre, widmeten sich die Bühnenakteure mit großem Engagement den Proben, hob Wiedmann hervor.

Wie doch ein Baby wie in dieser turbulenten Geschichte die heile Welt in einem Dorf aus den Angeln heben kann. Da kommt die Bürgermeister-Frau Christa Himmelreich (Steffi Falter) gut erholt und schlank aus der Kur zurück und schon wird gemunkelt, sie könnte schwanger gewesen sein. Da passt es wie die Faust aufs Auge, dass sie am Bahnhof durch die Verwechslung der Koffer plötzlich Nachwuchs mit nach Hause bringt und Landstreicher Theo (Ralf Eckert) mal wieder sein Heimatdorf besucht. Ihm wird nachgesagt, dass immer wo er auftaucht, etwas Verrücktes passiert oder jemand ein Kind bekommt.

Bürgermeister Hans Hermann Himmelreich (Michael Huuck) sieht sich und seine Frau schon im Knast, wenn die Kindesentführung rauskommt. Und schon steht Polizeirevierleiter Pius Schellenbrink (Janosch Meng) im Rathaus und ermittelt. Der arbeitsscheue Bauhofarbeiter Peter (Martin Scheerer) denkt viel lieber an die Mittagspause und den Feierabend, und versucht mit gesammeltem Müll eine Gehaltserhöhung herauszuschinden.

Die wunderfitzige Nachbarin Frieda Schäufele (Tanja Huuck) entlockt dem Publikum mit ihrem nie endenden Mundwerk öfters Szenenapplaus. Sie beschwert sich über alles und jeden, möchte am liebsten alle einsperren lassen und wird am Ende als Kleptomanin enttarnt. Bürgermeister-Sekretärin Sonja (Steffi Eckert) hat es nicht leicht. Sie muss die Launen des Bürgermeisters nach durchzechter Nacht ertragen und wird von dessen Mutter Erika Himmelreich (Sissi Joos) schikaniert. Diese investiert viel Zeit bei der Kosmetikerin und schiebt die Karriere ihres Sohnes an, dem nach der gelungenen Rede bei der Einweihung eines Fahrradständers der Aufstieg zum Landrat winkt.

Theo und Sonja nutzen eine günstige Gelegenheit, um der nach Schönheit strebenden Bürgermeister-Mutter eine Gesichtsmaske mit Zutaten aus der Biomülltonne zu verpassen.

Als die Polizei kurz vor der Aufklärung des Kindesdieb­stahls steht, hat Landstreicher Theo die geniale Idee, wie das Bürgermeisterpaar das Baby loswerden und straffrei wegkommen kann. Doch inzwischen hat Hans Hermann den Kleinen, den er Lukas nennt, weil er vom Zug kommt, gewöhnt und will ihn nicht mehr hergeben. Polizist Schellenbrink kennt kein Pardon und übergibt Lukas an die rechtmäßige Mutter.

Da verrät Christa ihrem Gatten, dass sie schwanger ist. Diese Nachricht lässt die Bürgermeister-Mutter in Ohnmacht fallen, womit das heitere Bühnenstück zum Schluss einen unverhofften Ausgang nimmt.

Hinterher würdigte Vorsitzender Stefan Wiedmann das 40-jährige Bühnenengagement von Sissi Joos, die zudem seit 1991 Regie führt. Letzteren Job hat sie von ihrem Vater Bruno Stritzel übernommen. Joos habe schon auf der Bühne gestanden, als mehrere heutige Akteure noch gar nicht auf der Welt gewesen seien. Vier Jahrzehnte Theaterspielen und 28 Jahre Regisseurin, da stecke viel Erfahrung drin und dieser Einsatz sei beeindruckend, bekräftigte der Vorsitzende bei der Überreichung eines Geschenks.

Als Souffleuse wirkte Charlotte Schwab, ihr Mann Gotthilf hatte die Technik im Griff und für die Maske war Anja Heinzelmann mit ihren Töchtern Lena und Lara zuständig.

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