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Aichhalden Vergiftet und verletzt: Azubis befreit

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Die Feuerwehr-Löschzüge aus Aichhalden und Rötenberg probten den Ernstfall. Um möglichst realistische Bedingungen vorzufinden, hielt Kommandant Ralf Dengler Uhrzeit und Übungsobjekt geheim.

Aichhalden. Am Samstagnachmittag gegen 13.41 Uhr wurden die Bewohner im Gewann Hinteraichhalden vom Einsatzhorn mehrerer Feuerwehrfahrzeuge aufgeschreckt.

Für die unangemeldete Jahresübung hatte Dengler das Unternehmen Scheerer Logistic zum Übungsobjekt auserkoren. Angenommen wurde, dass beim Abladen eines Lastwagen-Anhängers die Batterie des Gabelstaplers in Brand geriet und das Feuer auf die Ladung übergriff. Dabei entstand eine große Rauchentwicklung, die sich ins Innere der Lagerhalle ausbreitete und von dort ins Obergeschoss.

In den oberen Büroräumen fand ein Azubi-Kennenlerntag statt. Während sich der Ausbilder mit leichten Verletzungen auf die Dachterrasse rettete und sich nicht um die Azubis kümmerte, erlitten Letztere Rauchgasvergiftungen und Brandverletzungen. Da der Rauch ins Hochregallager vordrang, schloss sich die Brandschutztür und der Strom fiel aus. Dadurch konnte sich ein Lagerarbeiter nicht mehr selbst aus der Kabine eines Hochregalkrans befreien.

Für die Einsatzkräfte war sofort klar, dass Menschenrettung mittels Atemschutztrupps und Anstellleitern an erster Stelle stand. Nach und nach konnten die vermissten und verletzten Personen gerettet und zur Erstversorgung den Rot-Kreuz-Helfern übergeben werden. Auch der Lagerarbeiter im Hochregalkran wurde mit der Leiter aus seiner misslichen Lage befreit und ins Freie gebracht.

Die Wasserversorgung aus den Tanks der Feuerwehr-Fahrzeuge sowie aus einem Straßen-Unterflurhydrant reichte aus, um mehrere Löschangriffe für die Brandbekämpfung aufzubauen.

Bei der Abschlussbesprechung zeigte sich Feuerwehr-Chef Dengler zufrieden mit dem Ablauf. Bürgermeister Michael Lehrer hatte beobachtet, dass die beiden Löschzüge beim Atemschutz sehr gut harmonierten und sich gegenseitig unterstützten. Das Gelände sei einerseits großzügig und zugänglich gewesen. Dies wiederum habe die Suche nach vermissten Personen erschwert.

Die Übung habe gezeigt, dass auch eine kleine Wehr wie die von Aichhalden bei einem größeren Objekt im Notfall in der Lage sei, einen Erstangriff zu starten. Weil es oftmals in der Öffentlichkeit an Wertschätzung fehle, dass Feuerwehr und Rot-Kreuz rund um die Uhr das ganze Jahr über ehrenamtlich im Einsatz seien, lud der Bürgermeister die Hilfsorganisationen zum gemeinsamen Ausflug im kommenden Jahr ein.

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