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Aichhalden Sind die neuen Bauplätze zu teuer?

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Die Erschließung im Baugebiet Sonnenäcker läuft auf vollen Touren. Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder Bote

Bauwillige, die einen Bauplatz im zweiten Erschließungsabschnitt des Wohngebiets Sonnenäcker erwerben wollen, müssen pro Quadratmeter 110 Euro auf den Tisch blättern.

Aichhalden. Obwohl einzelnen Räten dieser Preis zu hoch erschien, fiel der Beschluss in der Gemeinderatssitzung einstimmig. Wie der stellvertretende Kämmerer Philipp Stahl erläuterte, schlage die Verwaltung vor, die im zweiten Bauabschnitt liegenden Abschnitte der Erschließungsanlagen "Obere Sonnenäcker" und "Untere Sonnenäcker" zu einer Abrechnungseinheit zusammen zu fassen. Diese Praxis werde besonders für Anbaustraßen und davon abzweigende Stich- oder Ringstraßen angewendet. Dadurch könne ein einheitlicher Preis für die 19 zu erschließenden Bauplätze kalkuliert werden.

Viele Faktoren fließen in den Preis pro Quadratmeter mit ein

Die Entscheidung müsse der Gemeinderat treffen. Bei der Festsetzung des Bauplatzpreises seien die Kosten von erworbenen Flächen, Infrastrukturzuschlag, Verwaltungs-, Bebauungs- und Erschließungsplanungs- sowie Vermessungskosten, Erschließungsbeiträge sowie nicht durch Beiträge gedeckte Kosten beim Abwasser und Trinkwasser in die Gesamtkalkulation eingeflossen.

Dabei komme für einen voll erschlossenen Bauplatz eine Summe von 110,16 Euro pro Quadratmeter heraus, rechnete Stahl. Bei der Veräußerung von Bauplätzen werde die Gemeinde auf die gleichen Bedingungen wie beim Baugebiet "Alter V" zurückgreifen. Bisher hätten sich acht Interessenten für einen Bauplatz auf einer Liste eintragen lassen. Es sei vorgesehen, die Bauplätze nach einem dreistufigen Verfahren zu vergeben.

Bei den Interessenten, die sich in den ersten zwei Wochen gemeldet hätten, werde die Reihenfolge ausgelost. Danach erfolge die Vergabe der Reihenfolge nach Eintragung auf der Liste. Sei diese aufgelöst, können sich Bauwillige direkt für einen Bauplatz vormerken lassen. Um wie in der Vergangenheit schon geschehen eine unnötig in die Länge gezogene Verkaufsprozedur zu vermeiden, werde künftig eine Reservierung nur noch für die Dauer von vier Monaten gewährt. Eine Verlängerung dieser Frist sei zweimal möglich, erläuterte der stellvertretende Kämmerer.

Den Räten Jochen Schmid und Michael Schwab erschien der Bauplatzpreis für Rötenberger Verhältnisse zu hoch. Vor allem der Preissprung von 30 Euro pro Quadratmeter gegenüber dem ersten Bauabschnitt sei enorm. Sie seien gespannt, wie sich die Nachfrage entwickle. Uwe Scheerer fand den Preis gerechtfertigt. Die Erhöhung liege hier niedriger, als die Handwerkerpreise in den vergangenen Jahren gestiegen seien. Auch Thomas Engelhardt sprach von fairen Preisen. Die Gemeinde habe nichts zu verschenken, zumal Flächen fürs Bauen allmählich rar würden.

Ratskollege Marcus Storz sah dies genauso und warnte davor, Bauplätze zu subventionieren. Das Baugebiet müsse nicht unbedingt nach vier Jahren schon voll bebaut sein, es reichten auch sechs Jahre.

Manfred Moosmann wollte von Bürgermeister Michael Lehrer wissen, welche Aussagen zu den bisherigen Interessenten gemacht wurden. Er, so Lehrer, sei von 125 Euro pro Quadratmeter ausgegangen und habe dies so weitergegeben.

Von einem Kinderbonus, wie es Jochen Schmid ins Spiel brachte, rate er aus Gründen der Gerechtigkeit ab. Andere Kommunen, die dies bisher angeboten hätten, kämen wieder stark davon ab.

Die Argumente gegen den Preis könne er nachvollziehen. Allerdings müsse berücksichtig werden, dass zwischen dem ersten und zweiten Bauabschnitt eine Spanne von 14 Jahren liege. Übrigens freue es ihn, dass über dieses Thema lebhaft diskutiert worden sei, betonte der Bürgermeister. Alle Beschlüsse fielen einstimmig.

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