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Aichhalden Simon-Mutter mit Umsatzsteigerung

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Die Simon-Gruppe zeigt im ersten Quartal eine stabile Geschäftsentwicklung. Foto: Schwarzwälder Bote

In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2019 setzte die Indus-Gruppe ihr Wachstum fort: Der Konzernumsatz stieg um 7,2 Prozent auf 437,6 Millionen Euro (Erstes Quartal 2018: 408,2 Millionen Euro).

Bergisch Gladbach/Aichhalden. Organisch (ohne Firmenzukäufe) wuchs der Umsatz um 6,7 Prozent. Das EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) lag mit 33,6 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahreswert (35,5 Millionen Euro).

Ursache dafür ist besonders der steigende Druck auf die Serienzulieferer im Segment Fahrzeugtechnik, der sich durch reduzierte Abrufzahlen weiter verschärft.

In Summe erzielte die Indus-Gruppe in den ersten drei Monaten 2019 eine EBIT-Marge von 7,7 Prozent (Erstes Quartal 2018: 8,7 Prozent).

"Auch die Simon-Gruppe zeigt im ersten Quartal 2019 wieder eine stabile Geschäftsentwicklung", berichtet Johannes Schmidt, Vorstandsvorsitzender von Indus. "Mit unserer Investition von rund zehn Millionen Euro in die Produktionserweiterung am Standort Aichhalden sichern wir auch zukünftig die Kapazitäten für weiteres Wachstum. Wie geplant wird die Simon-Gruppe die neue Halle noch in diesem Jahr in Betrieb nehmen".

Fahrzeugtechnik leidet weiter unter Marktlage

Gut entwickelten sich auch weiterhin vier der fünf Segmente: Das ertragsstarke Segment Bau/Infrastruktur lag dabei über den Erwartungen. Der Segmentumsatz konnte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12,6 Prozent auf 86,6 Millionen Euro zulegen. Das EBIT stieg im Vergleich dazu überproportional um 26,6 Prozent auf 10,0 Millionen Euro. Die EBIT-Marge erreichte mit 11,5 Prozent einen für das erste Quartal sehr guten Wert.

Im Segment Maschinen- und Anlagenbau wuchs der Umsatz, getragen durch eine sehr gute Auftragslage bei den Anlagenbauern, um rund 23 Prozent auf 109,3 Millionen Euro. Das EBIT stieg um 2,4 Prozent auf 12,8 Millionen Euro. Die EBIT-Marge lag mit 11,7 Prozent auf gutem Niveau. Einige weniger rentable Projekte verhinderten einen noch besseren Wert.

Das Segment Medizin- und Gesundheitstechnik konnte im ersten Quartal eine Umsatzsteigerung um 4,9 Prozent auf 40,9 Millionen Euro erwirtschaften. Das EBIT blieb mit 3,8 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die EBIT-Marge im Segment liegt bei 9,3 Prozent, werde aber im Laufe des Geschäftsjahrs kontinuierlich ansteigen, erwartet Indus.

Das Segment Metalltechnik verzeichnete im ersten Quartal 2019 eine Umsatzsteigerung um 2,5 Prozent auf 108,3 Millionen Euro. Das EBIT lag mit 8,6 Millionen Euro um 2,8 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Ursache hierfür ist der Bereich "Hartmetallwerkzeuge und Bergbau", in dem steigende Preise bei der Materialbeschaffung nicht vollständig im Markt weitergegeben werden konnten. Die EBIT-Marge liege mit 7,9 Prozent aber auf gutem Kurs.

Im Segment Fahrzeugtechnik verschlechterten sich die Rahmenbedingungen für die Serienzulieferer weiter und konnten auch nicht durch die positive Entwicklung in den Unternehmen vor und nach der automobilen Serie kompensiert werden. Der Segmentumsatz sank um 5,4 Prozent auf 92,8 Millionen Euro. Das EBIT lag mit 0,2 Millionen Euro um 2,1 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Die EBIT-Marge des Segments beträgt nur noch 0,2 Prozent.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) der Indus-Gruppe lag mit 30,1 Millionen Euro knapp unterhalb des Vorjahreswerts (30,3 Millionen Euro). Das Ergebnis nach Steuern erreichte 19,9 Millionen Euro (Erstes Quartal 2018: 20,0 Millionen Euro). Das Ergebnis je Aktie blieb konstant bei 0,81 Euro.

Gutes Potenzial für weitere Zukäufe

Die Herausforderungen des Jahres 2019 für die exportorientierte deutsche Industrie steigen bei abgeschwächten Wachstumsprognosen und weiterhin schwelenden politischen Risiken wie dem chinesisch-amerikanischen Handelskrieg oder der Brexit-Frage, stellt Indus fest. Dennoch bewegten sich die Indus-Unternehmen mehrheitlich noch in einem weitgehend intakten wirtschaftlichen Umfeld. Für das Gesamtjahr 2019 plant Indus deshalb ein Umsatzwachstum auf 1,72 bis 1,77 Milliarden Euro.

Die Probleme in der Automobilbranche, die sich unmittelbar auf die Serienzulieferer der Gruppe auswirken, werden sich dagegen weiter verschärfen, erwartet Indus. Das zeige sich in den um bis zu 15 Prozent gesunkenen Abrufzahlen für die kommenden Monate. Prognosen für diesen Bereich seien aktuell kaum verlässlich zu erstellen.

Vor diesem Hintergrund erscheine das Erreichen des unteren Endes des für das Jahr 2019 angestrebten EBIT zwischen 156 und 162 Millionen Euro Stand heute sehr ambitioniert. Aber: "Über Programme zum Ausbau der operativen Exzellenz und zum Treiben von Innovationen erhöhen wir mit Nachdruck die Wettbewerbsfähigkeit und Ertragskraft unserer Gesellschaften". Akquisitionen in Zukunftsbranchen sollen die Portfoliostruktur weiter stärken. "Insbesondere in der Automatisierungs-, Mess- und Regeltechnik sehen wir aktuell gutes Potenzial für Zukäufe", erklärt Indus-Vorstandsvorsitzende Schmidt.

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