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Aichhalden Simon-Mutter mit stabiler Dividende

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Der Indus-Vorstandstisch bei der Hauptversammlung mit dem Vorstandsvorsitzenden Johannes Schmid (rechts und links auf der Leinwand). Foto: Fritsche Foto: Schwarzwälder Bote

Die Indus Holding AG, zu der die Firmengruppe Simon in Aichhalden gehört, hält für Anleger und Beschäftigte auch in schwierigerem wirtschaftlichen Umfeld verlässlich ihren Kurs.

Köln/Bergisch Gladbach/Aichhalden. Das war die Botschaft von Aufsichtsrat und Vorstand an die rund 600 Aktionäre und Gäste auf der Hauptversammlung am Mittwoch im Rheinsaal des Congress-Centrums Nord der Koelnmesse.

Gleichzeitig gab es an diesem Tag eine dreifache Premiere: Zum ersten Mal leitete Jürgen Abromeit als Aufsichtsratsvorsitzender eine ordentliche Hauptversammlung, zum ersten Mal hielt Johannes Schmidt als Vorstandsvorsitzender der Indus-Gruppe den Rechenschafts- bericht und zum ersten Mal saßen die Arbeitnehmervertreter mit auf dem Podium des jetzt paritätisch besetzten Aufsichtsrats: Dorothee Diehm (IG Metall Freudenstadt), Pia Fischinger (Simongroup), Cornelia Holzberger (M. Braun), Gerold Klausmann, (Simongroup) und Uwe Trinogga (Selzer).

Auch als Aufsichtsratsvorsitzender blieb sich Abromeit treu und redete Klartext, kritisierte am Anfang seiner Rede Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier für sein Strategiepapier ("Kein Wort zum Mittelstand und zu Innovation") und die Gedankenspiele "eines Jungspunds" der SPD. Die Aktionäre sahen das auch so: Großer Applaus.

Der Vorstandsvorsitzende Schmidt betonte in seinem Bericht, dass sich die Indus-Unternehmen trotz abgeschwächter Konjunkturdynamik und intensivem Wettbewerb mehrheitlich nach wie vor außerordentlich gut behaupten: "Die Auftragsbücher sind voll, der Großteil wird auch 2019 weiterwachsen. Vielleicht nicht mehr so rasant wie bisher, aber immer noch sehr ordentlich".

Eine Ausnahme bilde die Fahrzeugtechnik, da sich die Probleme der Automobilbranche unmittelbar auf die Serienzulieferer der Gruppe auswirkten. Aber in vier von fünf Segmenten sei Indus gut aufgestellt. Im Geschäftsjahr 2018 hatte die Gruppe einen Umsatz von 1,71 Milliarden Euro und ein EBIT nach Wertminderungen von 134,7 Millionen Euro erwirtschaftet, bei einem Bilanzgewinn von 76,3 Millionen Euro. Im späteren Verlauf folgten die Aktionäre dem Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand und beschlossen mit großer Mehrheit eine Ausschüttungssumme von 36,7 Millionen Euro, was einer Ausschüttungsquote von 48,0 Prozent und einer Dividende von 1,50 Euro je Aktie entspricht.Voraus gingen eine Reihe sachlicher und ausführlicher Wortmeldungen, unter anderem zum Aktienkurs, die vom Vorstand gründlich beantwortet wurden. Zum Kursverlauf erklärte Schmidt, dass Indus von vielen immer noch als Automotive-Wert wahrgenommen werde. Er nehme das als Aufgabe, in Zukunft offensiver zu kommunizieren, dass es ja ganz anders sei. Und zur Frage des Verkaufs von Indus-Unternehmen erklärte Schmidt, Verkäufe, um Kasse zu machen, gehörten nicht zum Kern von Indus: "Daran wird sich nichts ändern".

Verhaltener Optimismus für das laufende Jahr

Auf das laufende Geschäftsjahr blickt Vorstandsvorsitzender Schmidt verhalten optimistisch: Das erste Quartal sei umsatzstark gewesen, aber nach wie vor wachse der Druck auf die Serienzulieferer im Bereich Fahrzeugtechnik.

Auf das bisherige Programm Kompass 2020 folgt für die kommenden Jahre das Strategieprogramm "Parkour": Portfoliostärkung, Innovationsförderung und Leistungssteigerung in den Unternehmen. "Mit Parkour haben wir die richtigen Weichen gestellt. Angesichts der guten Wachstumsperspektiven in vier von fünf Segmenten steht der weitaus überwiegende Teil der Indus-Beteiligungen gut bis sehr gut da".

Für das Gesamtjahr rechnet die Indus-Gruppe mit einem Umsatz zwischen 1,72 und 1,77 Milliarden Euro. Das Segment Fahrzeugtechnik sei derzeit jedoch kaum kalkulierbar. "Auch wenn die Hersteller in ihren Berichten zum ersten Quartal stabile bis leicht steigende Absätze vorhersagen, lehren die deutlich gesunkenen Abrufzahlen der letzten Monate uns, vorsichtig zu bleiben. Deshalb erscheint uns das Erreichen des unteren Endes des angestrebten operativen Ergebnisses (EBIT) zwischen 156 und 162 Millionen Euro Stand heute sehr ambitioniert", erklärte Schmidt.

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