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Aichhalden Platz für Markt und Narrenbrunnen

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Stefanie Moosmann, gebürtige Aichhalderin, und Martin Gass vom Büro Faktor Grün nehmen viele Vorschläge mit. Foto: Schwarzwälder Bote

Eine Interessengruppe von 20 Personen hat am Donnerstag bei der dritten Bürgerwerkstatt im Ratssaal Visionen und Ideen vorgebracht, wie der Rathausvorplatz in Aichhalden stilvoll und attraktiv umgestaltet werden kann.

Aichhalden. Wie Bürgermeister Michael Lehrer feststellte, verfüge man über eine schöne Grünfläche vor dem Rathausgebäude, "die uns aber nicht mehr so gefällt. Sie ist eine Tabuzone, die zu betreten sich kaum jemand traut".

Schon bei der Auftaktveranstaltung der Bürgerwerkstatt im April 2018 habe sich herauskristallisiert, aus diesem Platz etwas zu machen und die Bürger dabei mit ins Boot zu nehmen. Die künftige Fläche müsse zu einem Treffpunkt für Jung und Alt werden, der Raum für einen kleinen Marktplatz beinhalte und das geplante Café mit Abendgastronomie der benachbarten Bäckerei Roth einbeziehe.

Als Projektpartner habe sich die Gemeinde für das Büro Faktor Grün aus Rottweil entschieden und er freue sich, dass die Moderation die gebürtige Aichhalderin Stefanie Moosmann mit Martin Gass übernehme. In einer Präsentation zeigte das Duo mehrere Beispiele aus anderen Gemeinden, wie eine Umgestaltung attraktiv gelingen kann.

Unterschiedlicher Meinung waren die Beteiligten, ob es für einen gefahrlosen Aus- und Einstieg der Schüler eine zweite Bushaltestelle braucht. Die Befürchtung war, dass der Platz charakterlich zu einem Busbahnhof mutiert. Zwangsläufig kam dabei auch das Thema Fortbestand der Schule zur Sprache. Darüber, so Peter Plaszewski polternd, müsse sich die Gemeinde eigentlich keine Gedanken machen, sondern die Eltern. In Aichhalden würden ihre Kinder genauso gut unterrichtet wie in Alpirsbach oder Dunningen.

Den Vorschlag einer Bürgerin, für Sitzgelegenheiten statt Holzbänke große Quadersteine aufzustellen, die die Jugend bevorzuge und nicht gestrichen werden müssten, nahm Moosmann gerne auf. Beim Thema Brunnen/Narrenbrunnen empfahl die Landschaftsplanerin eine Kombination mit Wasserspielen. Der Aufenthaltsplatz werde für die Bürger geplant, in dem der Brunnen einen Teil davon abdecke. Mit relativ einfachen Methoden könne die Attraktivität gesteigert werden. Ein Narrenbrunnen dürfe nicht nur die Narren anziehen, urteilte Moosmann. Die mit fünf Personen stark vertretene Narrenzunft hatte da schon konkrete Vorstellungen. "Wie favorisieren eine Säule aus Buntsandstein mit dem Blitzteufel, umringt von Masken aller Aichhalder Narrenfiguren", verriet Obernarr Bernhard Broghammer. Und Kollege Bernhard Blaffert fügte hinzu: "Wenn es um die Finanzierung geht, wird sich die Spreu vom Weizen trennen."

Einen geeigneten Standort zu finden, wurde den Planern genauso als Hausaufgabe übertragen wie den eines Marktplatzes mit zwei bis drei Ständen. Letzterer, so Moosmann überzeugt, werde an Bedeutung gewinnen, wenn die geplante Seniorenresidenz bewohnt sei. Die Strecke zum Lebensmittelmarkt in Hinteraichhalden könnten viele nicht zu Fuß bewältigen.

Resümierend sagte die Planerin, es seien viele Themen und Vorschläge angeklungen, mit denen sie etwas anfangen könnten. Oft tauchten Ideen noch hinterher auf, die das Büro gerne aufnehme, da es sich um einen offenen Prozess handle.

Sebastian Roth zeigte sich vom Verlauf der Bürgerwerkstatt begeistert: "Was wir hier planen, finde ich klasse. Das ist ein Mehrgenerationenprojekt, von dem alle Altersstufen etwas haben werden. Kann das aus finanziellen Gründen noch gänzlich verworfen werden?", richtete Roth die Frage an den Bürgermeister. "Wenn wir schon Bürgerbeteiligung machen, dann wird da auch etwas entstehen. Das ist die Absicht des Gemeinderats. Ehrlich gesagt, habe ich mir das Ganze etwas einfacher vorgestellt. Aber dafür gibt es ja schließlich Büros, die Ideen umsetzen. Darauf freue ich mich", sagte Lehrer, der die Aufgabe der Verwaltung nun darin sieht, Fördermöglichkeiten auszuloten.

Erste Vorentwürfe von Faktor Grün erwartet er im Frühjahr 2020. Spätestens dann wird der Spagat zwischen finanziell Machbarem und den (Wunsch)-Vorstellungen von Bürgern und Gemeinderat bewältigt werden müssen.

Am kommenden Dienstag, 1. Oktober, geht es ab 19 Uhr in der Ortsverwaltung Rötenberg mit der Bürgerwerkstatt weiter. Thema ist die naturnahe Umgestaltung des Bachlaufs des Rötenbachs.

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