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Aichhalden Neuer Versuch für Sanierungsarbeiten

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Die Umbaumaßnahmen am Schwimmschlammabzug des Nachklärbeckens der Kläranlage Aichhalden sollen nun Ende September/Anfang Oktober erfolgen. Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder Bote

Erst verhindert die lange Lieferzeit den Baustart, dann spielt das Wetter nicht mit und zuletzt verweigert das Umweltschutzamt die erforderliche wasserrechtliche Duldung: Schon dreimal verschoben werden mussten die Arbeiten in der Kläranlage im Aichhalder Loch.

Aichhalden. Die Gemeinde möchte dort bekanntlich den Schwimmschlammabzug im Nachklärbecken umbauen und erneuern.

Nach Auskunft von Kämmerer Thomas Kienzle in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats erfolgte die Vergabe der Arbeiten an die Firma Eliquo Stulz aus Grafenhausen im Juli 2019 für knapp 78 000 Euro (wir berichteten). Der Termin zur Ausführung im September/Oktober habe wegen der langen Lieferzeit der Schwimmschlammrinne nicht eingehalten werden können. Ein zweiter Versuch ab Mitte November sei witterungsbedingt ebenfalls gescheitert, worauf ein Baubeginn für Ende April/Anfang Mai 2020 ins Auge gefasst worden sei, informierte Kienzle.

Bei der Erneuerung des Schwimmschlammabzugs müsse der Betrieb des Nachklärbeckens ruhen und eines der alten Trichterbecken, heute ein Schlammstapelbehälter, als provisorisches Nachklärbecken verwendet werden. Weil dabei der Kläranlagenzulauf gedrosselt werden müsse, brauche es dazu eine wasserrechtliche Duldung des Umweltschutzamts des Landratsamts Rottweil. "Diese haben wir für den angepeilten Zeitraum leider nicht bekommen. Das Umweltschutzamt war der Meinung, dass der Umbau erfahrungsgemäß in trockenen Monaten wie August oder September vorgenommen werden sollte", bedauerte der Kämmerer.

Flockungsmittel nötig

Des Weiteren sei die Behörde mit der Drosselung der Zulaufmenge auf zehn bis zwölf Liter pro Sekunde nicht einverstanden und fordere eine Erhöhung auf circa 25 Liter pro Sekunde. Diese Auflage könne zwar erfüllt werden. Da jedoch die Eindickzeit des Schlamms dadurch verkürzt werde, müsse ein Flockungsmittel eingesetzt werden. Dies verursache Kosten in Höhe von etwa 4500 Euro. Außerdem müsse der Einlauf des Trichterbeckens reduziert und ein sogenannter Prallteller eingebaut werden, damit der am Boden abgesetzte Schlamm nicht aufgewirbelt werde, schilderte Kienzle. Hierfür habe die Firma Eliquo Stulz ein Nachtragsangebot in Höhe von 10 500 Euro unterbreitet. Diesen Auftrag habe die Verwaltung bereits vergeben, weil sonst der Termin Ende September/Anfang Oktober wieder nicht eingehalten werden könne.

Im Haushaltsplan des Eigenbetriebs Abwasserbeseitigung seien 115 000 Euro für die Maßnahme eingestellt und somit ausreichend, versicherte der Kämmerer.

Bürgermeister Michael Lehrer konnte sich einen Seitenhieb auf das Umweltschutzamt nicht verkneifen: "Wenn die Maßnahme im April, wo es sehr trocken war, umgesetzt worden wäre, bräuchten wir jetzt keine zusätzlichen Umbaumaßnahmen vornehmen", ärgerte sich der Bürgermeister.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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