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Aichhalden Navis leiten Autofahrer durchs Aichhalder Loch

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Immer wieder kommt es im Aichhalder Loch zu kniffligen Verkehrssitutationen. Foto: Wegner

Aichhalden/Schiltach - "Es wird immer mehr", sagen die Anwohner im Bereich des Aichhalder Lochs und auch der Zufahrtsstrecken hinsichtlich des überörtlichen Verkehrs auf dieser Route.

Wer mit einem Google-Routenplaner oder einem Navigationsgerät, das Echtzeitdaten erfasst, von Offenburg nach Rottweil fährt, der erhält immer häufiger den Vorschlag, in Hinterlehengericht die Bundesstraße 462 zu verlassen, um von dort aus über das Aichhalder Loch und über die Kreisstraße nach Sulgen wieder auf die Bundesstraße zu gelangen. "Je nach Verkehrslage in Schramberg ist das wohl die schnellste Route", bedauern die Anwohner.

Rund 45 Fahrzeuge pro Stunde sind es, die die Gemeindeverbindungsstraße als Abkürzung zwischen Hinterlehengericht und Aichhalden oder umgekehrt nutzen, schätzt Aichhaldens Bürgermeister Michael Lehrer. Er hat im Frühjahr einige Wochen eine Geschwindigkeitsmesstafel oberhalb der "Aichhalder Mühle" aufstellen lassen, die nicht nur die Autofahrer zu mäßiger Geschwindigkeit anhalten sollte, sondern auch die stündliche Zahl der Fahrzeuge gemessen hat, die talwärts unterwegs waren.

"Da lag der Spitzenwert bei rund 30 Fahrzeugen in nur eine Richtung". Und das während der Wintermonate und der späteren Corona-Krise, in der zahlreiche Mitarbeiter Schiltacher Unternehmen, die in Aichhalden oder Umgebung wohnten, im Home-Office tätig waren, gibt er zu bedenken. Sprich: Diese Zahl hätte noch ganz anders ausgesehen, wenn die Corona-Krise nicht gekommen wäre.

Aus dem Schlaf geschreckt

Den Anwohnern des Lochs geht es auch weniger um die Pendler aus den Nachbargemeinden, die den schmalen Weg nutzen, sondern vor allem um den überregionalen Verkehr, der via Navigationssystemen durch das Tal geleitet werde. Da müsse etwas getan werden, ärgert sich ein Anwohner von "Vor Erdlinsbach", wie das Loch im Bereich Hinterlehengericht heißt. Er hat deswegen bereits mit den Bürgermeistern der Gemeinden und auch dem Landkreis telefoniert – allerdings: Was ausrichten gegen Dr. Google und Co?

Andernorts und bei anderen Strecken, so ist bekannt, habe nur ein komplettes Sperrschild für alle Fahrzeuge geholfen. Eine solche Sperrung sei zwar bei Gemeindestraßen, aber nicht bei Gemeindeverbindungsstraßen möglich, habe er mitgeteilt bekommen. Damit keine größeren Lastwagen, die sich auch immer wieder auf die Route verirrt hatten, das Loch als Abkürzung nehmen, wurde schon eine Tonnage- und eine Längenbeschränkung erlassen. Diese helfe aber nicht gegen die Kleinlastwagen osteuropäischer Spediteure, die gerne auch in den Nachtstunden so manche Anwohner weckten, gibt es auch Kritik aus dem Aichhalder Bereich.

Wenn demnächst in Schramberg die Baustelle am Paradiesplatz über acht Wochen nur noch eine einspurige Verkehrsführung zulässt, will Lehrer nochmals seine Messtafel aufstellen, um die Verkehrsmenge zu erfassen.

Denn alle Anwohner und auch er sind davon überzeugt, dass durch einen möglichen Rückstau in Schramberg dann die Navis und Handys dem Transitverkehr verstärkt die Route durch das Aichhalder Loch schmackhaft machen werden. Auch die Auswirkungen der Verkehrssperrung der Bundesstraße aufgrund von Felssicherungsarbeiten könnten hier zu zusätzlichen Verkehrszahlen führen, sind sich die Anwohner sicher.

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Stephan Wegner

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