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Aichhalden Künftig Arbeitnehmer im Aufsichtrat

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Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Firmengruppe Simon, Frank Thiele (von links), Indus-Vorstandsreferent Michael Webels, stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Pia Fischinger und Betriebsratsvorsitzender Daniel Sieber. Foto: Fritsche Foto: Schwarzwälder Bote

Die Simon-Mutter Indus Holding AG wird ihren Aufsichtsrat um sechs Sitze erweitern und paritätisch besetzen – jeweils zur Hälfte mit Mitgliedern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer.

Bergisch Gladbach/Aichhalden. In einer außerordentlichen Hauptversammlung am 29. November 2018 werden die sechs Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner neu gewählt. Auch die Vorbereitungen der Wahl der sechs Arbeitnehmervertreter haben bereits begonnen.

Die Veränderungen im Aufsichtsrat sind die Folge der Statusänderung von einer rein vermögensverwaltenden Holding hin zu einer Konzernobergesellschaft, wie sie das Oberlandesgericht Düsseldorf in seinem Beschluss vom 4. Juni 2018 festgestellt hat. Das Statusverfahren hatte ein Kläger aus Berlin angestrengt.

Alleine die Tatsache, dass die Indus Holding einen Konzernabschluss mache, habe für das Gericht ausgereicht, den Status einer Konzernobergesellschaft festzustellen, war aus der Führung der Indus Holding zu hören.

Das Gericht habe auch keine weiteren Rechtsmittel zugelassen. Schon alleine wegen der Größe der Indus Holding müsse der Aufsichtsrat paritätisch besetzt sein.

Zur Zeit sind 45 mittelständische Unternehmen aus den Bereichen Bau/Infrastruktur, Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik unter dem Dach der Indus-Gruppe. Zusammen mit den Enkeltöchtern sind es 189 vollkonsolidierte Unternehmen.

Die Zahl der weltweit Beschäftigten liegt aktuell bei über 10 000, davon circa 8000 in Deutschland und damit wahlberechtigt für den Aufsichtsrat. Im Jahr 2017 erwirtschaftete die Gruppe einen Umsatz von 1,64 Milliarden Euro.

Komplexes Wahlverfahren

Erstmalig sind also sechs Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat der Indus Holding AG  zu wählen. Drei davon sind normale Arbeitnehmer, zwei weitere werden die in der Indus-Gruppe vertretenen Gewerkschaften zur Wahl vorschlagen, dazu kommt noch ein Vertreter der leitenden Angestellten.

Der sogenannte "Hauptwahlvorstand" wird entsprechend den gesetzlichen Vorschriften vom Gesamtbetriebsrat des nach Zahl der Wahlberechtigten größten Unternehmens bestellt. Für die Indus-Gruppe trifft das auf die Aichhalder Firmengruppe Simon zu, die sich nun dieser Aufgabe annehmen wird.

Parallel dazu bestellen die Betriebsräte (soweit vorhanden) aller deutschen Betriebe der 45 Beteiligungen der Indus Holding Betriebswahlvorstände. Diese organisieren in ihren Betrieben die Wahl der Arbeitnehmervertreter für den Aufsichtsrat. Wenn es keinen Betriebsrat im Unternehmen  gibt, können mindestens drei Mitarbeiter eine Betriebsversammlung einberufen, die wiederum die Betriebswahlvorstände bestellt.

Sachverstand in Aichhalden

Das Ganze wird dann so ablaufen, dass der Hauptwahlvorstand in Aichhalden zusammen  mit den einzelnen Betriebswahlvorständen die Wahl entsprechend den gesetzlichen Vorgaben organisiert. "Die Aichhalder müssen alles im Blick haben, wobei Indus die Vorbereitungen und den gesamten Ablauf organisatorisch unterstützt", erläutert Michael Webels,  Vorstandsreferent der Indus Holding AG. Von den nötigen Vorbereitungen und den einzuhaltenden Fristen her könne ein Wahltermin im Januar 2019 realistisch sein.

Wählen können die rund 8000 Beschäftigten der deutschen Standorte der 45 Indus-Unternehmen und ihre Enkeltöchter. "Mit der Wahl der Arbeitnehmervertreter für den Aufsichtsrat betreten wir Neuland. Dafür ist Projektmanagement hoch zehn für die Vorbereitungen durch den Hauptwahlvorstand gefordert, den wir bei Bedarf nach Kräften unterstützen werden. Parallel dazu läuft das Tagesgeschäft unvermindert weiter, wir bauen wie geplant weiter aus", erklärt Frank Thiele, Geschäftsführer der Firmengruppe Simon.

Ihre Redaktion vor Ort Schramberg

Stephan Wegner

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