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Aichhalden Kollegium sorgt für zündende Ideen

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Die Grundschüler der Klassen 1 bis 4 umrahmen die Einsetzungsfeier mit fröhlichem Gesang. Fotos: Herzog Foto: Schwarzwälder Bote

Für Bürgermeister Michael Lehrer ist es ein Glücksfall, für die "Betroffene" eine Herausforderung, die sie unbedingt wollte. Am Donnerstag ist Beate Kreuzberger feierlich als Rektorin der Grundschule Rötenberg eingesetzt worden.

Aichhalden-Rötenberg. Wie Bürgermeister Lehrer in seiner Ansprache einräumte, habe er vor einem Jahr größte Bedenken gehabt, ob die Schulleiterstelle nach der in Pension gehenden Ulrike Wiedmann ohne Unterbrechung wieder besetzt werden könne. Die finanziellen Anreize für so eine verantwortungsvolle Stelle seien äußerst bescheiden. Hinzu komme, dass die Anforderungen an einen Schulleiter enorm gestiegen seien. Umso mehr habe ihn die Bewerbung von Beate Kreuzberger gefreut.

Durch ihre bisherigen Tätigkeiten verfüge sie über große Erfahrung und habe bei der Vorstellung im Gemeinderat von einem Schatzkästchen gesprochen, das sie mitbringe. Kreuzberger sei lange genug im Schuldienst, um zu wissen, welche Veränderungen notwendig seien und was "heiße Luft" sei. Hinzu komme, dass sie aus der Gegend stamme, Wurzeln in Rötenberg habe und Land und Leute kenne, hob er hervor. Mit der Sanierung von Schule und Halle, Spielplatz, Kleinspielfeld und Schulgarten habe die Gemeinde baulich die Rahmenbedingungen für den pädagogischen Betrieb geschaffen.

Dies alles nütze aber nichts ohne Schüler und Pädagogen. Die Lehrerversorgung sei allerdings mangelhaft, bat der Bürgermeister Schulrätin Simone Spengler, diese Sorgen nach Stuttgart zu tragen. Mit den vorhandenen Möglichkeiten müsse Kreuzberger nun versuchen, das Optimale für die Kinder herauszuholen, wovon er überzeugt sei. Die Grundschule genieße in der Gemeinde großen Stellenwert und erfülle wichtige Funktionen. Somit stehe sie unter besonderer Beobachtung, betonte Lehrer und überreichte Kreuzberger eine Eulenskulptur. "Einer Eule fällt es leicht, immer mal beide Augen zuzudrücken", schmunzelte der Bürgermeister aus dem Blickwinkel der Schüler.

Schulrätin Spengler vom staatlichen Schulamt Donaueschingen bezeichnete die Einsetzungsfeier als besonderen Tag. Obwohl die Schule ein Leitbild habe, werde noch Weiteres auf die neue Rektorin zukommen. Kooperationen müssten gepflegt und mit dem Schulträger gut zusammengearbeitet werden. Als kommissarische Schulleiterin habe sie in Hochmössingen unter Beweis gestellt, dass sie als gelernte Bürokauffrau den Blick über den Tellerrand hinaus besitze. "Ich sehe die Grundschule Rötenberg in besten Händen. Beate Kreuzberger hat sich schon gut eingearbeitet und ist angekommen", schilderte Spengler ihren gewonnenen Eindruck.

Pfarrer Johannes Götschke von der evangelischen Kirchengemeinde erteilte der neuen Rektorin Gottes Segen und forderte sie auf: "Nehmen sie Gott in Anspruch, er ist nur ein Gebet entfernt." Vom Kollegium erhielt die neue Schulleiterin eine Zitrone, "weil sauer lustig macht", eine Buchstabensuppe, falls Worte mal fehlten und Streichhölzer für zündende Ideen.

Wie Kreuzberger verriet, seien einige Fragen an sie herangetragen worden, weshalb sie gerade an die Schule in Rötenberg wechsle. Die größte Herausforderung der heutigen Erziehung von Kindern sehe sie im vorhandenen Überangebot. Das bringe zweifelsohne Schwierigkeiten mit sich. Kinder bräuchten Bezugspersonen, an die sie sich wenden könnten. Sie benötigten ein soziales Netz mit doppeltem Boden, das sie auffange. Wenn jetzt jemand behaupte, das sei nichts Neues, wisse sie, genau richtig zu liegen. Ulrike Wiedmann habe ihr ein bestelltes Feld hinterlassen. "Weil ich sie schon lange kenne, wusste ich, was mich in Rötenberg erwartet. Aber genug der Worte, jetzt müssen Taten folgen", lud die neue Schulleiterin zu Gesprächen beim Imbiss ein.

Musikalisch umrahmt wurde die Feier von den Schülern.

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