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Aichhalden "Glücksfall für Schule und Gemeinde"

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Beate Kreuzberger (von links) wird zum 1. August 2019 die bisherige Rektorin Ulrike Wiedmann der Grundschule Rötenberg ablösen, worüber Bürgermeister Michael Lehrer sehr erleichtert ist. Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder Bote

Beate Kreuzberger aus Winzeln wird zum neuen Schuljahr die Rektorenstelle an der Grundschule Rötenberg übernehmen. Sie tritt die Nachfolge von Ulrike Wiedmann an, die ein Sabbatjahr einlegt.

Aichhalden-Rötenberg. Bürgermeister Michael Lehrer bezeichnete bei einem Pressegespräch im Lehrerzimmer den nahtlosen Übergang als "Glücksfall für die Rötenberger Schule und die Gemeinde" und ist erleichtert.

Seit zwölf Jahren leitet Ulrike Wiedmann die Geschicke der Einrichtung mit viel Engagement. Nachdem sie sich vor gut zwei Jahren für ein Sabbatjahr entschieden hat, bevor sie offiziell in Pension geht, schrieb das staatliche Schulamt Donaueschingen die Schulleiterstelle bereits im Herbst 2018 aus. Bewerbungen sind, wie üblicherweise für kleine Grundschulen, jedoch keine eingegangen.

Dies überraschte den Bürgermeister nicht wirklich, da Rötenberg zum einen "im hintersten Zipfel des Schulamts" liegt, zum anderen "die Bezahlung mickrig" ist. Weil die Rektorenstelle durch das Sabbatjahr von Wiedmann auf dem Papier faktisch noch besetzt ist, würde ein Nachfolger den gleichen Lohn erhalten wie eine Lehrkraft. Die Arbeit und Verantwortung wären jedoch deutlich höher. Erst nach einem Jahr dürfte sich ein Bewerber Rektor nennen und weitere neun Monate später gibt es eine Zulage, die allerdings nicht auf die Pension angerechnet wird.

"Wir haben in Baden-Württemberg immer mehr Probleme, Schulleiter zu bekommen. Aber das Land ist da sehr unbeweglich und tut nichts, um die Stellen attraktiver zu machen. Das ärgert mich", rügt der Bürgermeister.

Wie er einräumt, funktioniere eine erfolgreiche Neubesetzung viel über persönliche Kontakte. Beate Kreuzberger hat als gebürtige Fluornerin in Rötenberg Wurzeln. Als sie von der frei werdenden Stelle erfuhr, bewarb sie sich und bat um Versetzung von der Grundschule Hochmössingen nach Rötenberg. Sie wird nun zum 1. August 2019 zur Rektorin bestellt.

Wie Kreuzberger gegenüber dem Schwarzwälder Bote verriet, habe sie vor 24 Jahren in Hochmössingen als Lehrerin begonnen und leite die Schule seit fünf Jahren als Rektorin. Nun sei die Zeit reif für eine berufliche Veränderung und etwas Neues zu wagen. Sie wolle gerne eine kleine Grundschule leiten, die gut in die Gemeinde eingebunden sei. Dies sei in Rötenberg der Fall.

Mit etwas Wehmut denkt Ulrike Wiedmann an den Abschied

Wichtig seien für sie kurze Wege und schnell präsent zu sein, betonte die 52-jährige Mutter von zwei erwachsenen Söhnen. Die bewusste Entscheidung von Kreuzberger für Rötenberg wertet Bürgermeister Lehrer als Glücksfall. Mit ihr erhalte die Schule in Rötenberg eine erfahrene Pädagogin und Rektorin, die motiviert sei.

Mit etwas Wehmut blickt Ulrike Wiedmann dem 23. Juli entgegen, an dem sie verabschiedet wird. Sie freue sich auf den neuen Lebensabschnitt, sei aber immer gerne in die Schule gegangen und hänge an den Kindern.

Auch bei der Sanierung vor ein paar Jahren habe sie sich gerne als Farbberaterin eingebracht. "Jeder Praktikant, der in unsere Schule kommt, schwärmt von der Ausstattung und Atmosphäre, die wir hier haben", unterstreicht die scheidende Rektorin Wiedmann.

Für ein so genanntes Sabbatjahr können sich Lehrer und Rektoren während ihrer Dienstzeit oder auch zum Ende ihrer Amtszeit entscheiden.

Im Beispiel von Ulrike Wiedmann hat diese in den vergangenen zwei Jahren für zwei Drittel ihres Gehalts die gleiche Arbeit verrichtet wie davor. Im Sabbatjahr, bei dem sie von der Schule freigestellt ist, wird sie ebenfalls zwei Drittel ihres Lohns weiterbeziehen, bevor sie offiziell in Pension geht. Statt zwei Jahren Lohnkürzung sind auch bis zu vier Jahre möglich.

Ihre Redaktion vor Ort Schramberg

Stephan Wegner

Fax: 07422 9493-18

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