Proporz im neuen Gemeinderat Aichhalden bleibt nach Wegfall der unechten Teilortswahl gewahrt

Von Volker Rath

Aichhalden. Acht Vertreter aus Aichhalden, sechs aus Rötenberg – der Proporz im neuen Gemeinderat bleibt im Prinzip gewahrt.

Nach der Abschaffung der unechten Teilortswahl wurden die Karten in der 4000-Einwohner-Gemeinde neu gemischt. Die Gewichte der beiden Ortsteile verschieben sich dadurch aber nicht: Die Sitzzahl schrumpft von bislang 17 auf jetzt 14 Räte. Beide Teilgemeinden haben jeweils einen Sitz weniger. Außerdem entfällt ein Ausgleichsmandat, das 2009 einem Rötenberger zufiel. Unterm Strich wird die Sitzverteilung im Rathaus als angemessen im Verhältnis zu den Einwohnerzahlen gewertet: "Ich denke, damit können alle leben", so Daniela Duttlinger, stellvertretende Kämmererin und Personalamtsleiterin der Gemeinde.

Stimmenkönig wurde eine Frau – jetzt übrigens die einzige im neuen Rat: Gerlinde Herzog, seit 25 Jahren im Gemeinderat, holte 2003 Stimmen. Schon 2009 hatte sie das beste Einzelergebnis erzielt. Neu im Rat sind Heiko Friedrichs und Manfred Moosmann. Bernd Kopp verpasste den erneuten Einzug in den Gemeinderat. Darüber hinaus waren vier bisherige Räte nicht mehr zur Wahl angetreten.

In Aichhalden gibt es zwar zwei Listen, aber keinen Lagerwahlkampf. Reibungslos lief die Wahl auch aus organisatorischer Sicht, so Duttlinger. Aichhalden zählte erst gestern den Gemeinderat aus, gegen 11 Uhr stand das Ergebnis fest. Von den 3315 Wahlberechtigten gaben am Sonntag 1911 ihre Stimme ab. Die Beteiligung an der Gemeinderatswahl lag damit bei 63,1 Prozent.