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Aichhalden Gemeinderat hat die Qual der Wahl

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Der Entwurf von Holzbau Ginter sieht einen großen Gebäudekomplex vor.Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder Bote

Das Baubüro Brüstle darf im Wohngebiet "Güntershöhe III", das derzeit erschlossen wird, ein Mehrfamilienhaus mit zwölf Wohneinheiten bauen. Hierfür hat sich der Gemeinderat mit knapper Mehrheit entschieden.

Aichhalden. Wer die Wahl hat, hat die Qual: Wie viel Wahrheit in dieser Redewendung steckt, haben die Räte in ihrer Sitzung am Dienstag erfahren. Nachdem sie in der Juli-Sitzung die Bewertungskriterien für die Konzeptvergabe des Mehrfamilienhaus-Bauplatzes im neuen Wohngebiet "Güntershöhe III" beschlossen hatten (wir berichteten), präsentierten mit dem Baubüro Brüstle von Inhaber Rainer Brüstle und Holzbau Ginter, vertreten durch Juniorchef Gabriel Klein, abwechselnd zwei einheimische Unternehmen ihre Konzepte.

Danach lagen dem Ratsgremium zwei erstklassige Entwürfe zur Abstimmung vor, die jeweils das gleiche Ziel von ökologischem und energieeffizientem Bauen verfolgten, von der Planung bis zur Schlüsselübergabe alles aus einer Hand anboten, aber gegensätzlicher nicht hätten sein können.

Entwurf 1

Jener des Baubüros Brüstle sah zwei separate Gebäude mit den Maßen 24 Meter mal 15 Meter und 18 Meter mal 9,60 Meter vor, die sich in die Umgebung einfügen. Die jeweils zweieinhalbgeschossigen Baukörper mit Satteldach sind mit fünf und sieben Wohneinheiten mit zusammen 1100 Quadratmetern Wohnfläche ausgestattet. Die Zwei-, Drei- und Vierzimmer-Wohnungen haben eine Größe zwischen 62 und 107 Quadratmetern. Hinzu kommen zwei Penthouse-Wohnungen mit 190 und 90 Quadratmetern. Die Untergeschosse werden in Stahlbeton, Erd- und Obergeschosse in Holzbauweise ausgeführt. Eine Tiefgarage, die unter den beiden Gebäuden mit begrüntem Deck hinausragt, bietet 24 Stellplätze.

Entwurf 2

Der Vorschlag von Holzbau Ginter stellte einen 42 Meter mal zwölf Meter großen zweieinhalbgeschossigen Baukörper in Form von sechs Reihenhäusern mit Satteldach dar. 16 Wohneinheiten teilen sich in 14 Dreizimmerwohnungen mit jeweils 85 Quadratmetern Wohnfläche sowie eine Fünf- (164 Quadratmeter) und eine Sechszimmerwohnung (171 Quadratmeter) auf. 32 Stellplätze stehen paarweise hintereinander im Untergeschoss, das einseitig offen ist, zur Verfügung. Außerdem gibt es zwei Besucherparkplätze im Freien. Mit Ausnahme des Untergeschosses wird das Gebäude im Holzbau realisiert. Im Innern der Wohnungen wird Tannenholz sichtbar verbaut.

Bürgermeister Michael Lehrer sprach von "architektonisch äußerst spannenden Objekten", die keinesfalls als erschlagende Komplexe wirkten. Seine Fragen, ob die Vermarktung in Form von Eigentumswohnungen vorgesehen und die Realisierung innerhalb von drei Jahren möglich sei, beantworteten beide Bewerber mit Ja. Ebenso sagten Brüstle und Klein auf Anfrage von Rat Jochen Schmid übereinstimmend, dass mit dem Bau begonnen werde, wenn 30 bis 40 Prozent der Wohnungen vermarktet seien.

Rat Thomas Engelhardt machte sich die Entscheidung nicht leicht: "Das wird keine einfache Aufgabe für den Gemeinderat. Wir haben zwei äußerst interessante Projekte vorgestellt bekommen. Beide Unternehmen sind überzeugt, dass ihr Konzept so funktionieren kann und beide sind fähig, dies umzusetzen."

Bei der geheimen Abstimmung, in der die Räte Punkte für den städtebaulichen Entwurf und für die Ökologie vergeben mussten, fiel die Entscheidung knapp zugunsten des Baubüros Brüstle. "Das war nicht anders zu erwarten", kommentierte der Bürgermeister angesichts des engen Ergebnisses und dankte beiden Firmen für ihre Beteiligung.

Seitens der anwesenden Zuhörer wunderte man sich, weshalb aus den Reihen des Gemeinderats nicht die Frage gestellt wurde, wie hoch der Preis bei diesen Objekten pro Quadratmeter Wohnfläche liegt. Der Bauplatz für das Mehrfamilienhaus hat eine Größe von 1957 Quadratmeter.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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