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Aichhalden DRK wandelt auf den Spuren von Gründer Henry Dunant

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Die Reisegruppe des DRK Aichhalden-Rötenberg vor den Tafeln der 191 Mitgliedsstaaten Foto: Verein Foto: Schwarzwälder Bote

Aichhalden-Rötenberg. Der DRK-Ortsverein hat den Tag der deutschen Einheit für ein langes Wochenende genutzt und bei einer Bildungsreise die Entstehungsgeschichte des Roten Kreuzes vor Ort vertieft.

Kameradschaft gepflegt

Bei schönem Herbstwetter ging es mit dem Bus nach Salo am Gardasee. Am zweiten Tag erfolgte ein Ausflug nach Limone und Malcesine. Dann folgte eine Besichtigung der Gedenkstätten in Solferino und San Martino, die zur Erinnerung an den 24. Juni 1859 errichtet worden waren. Damals kämpften die Italiener, unterstützt durch die Franzosen mit Napoleon III. gegen das österreichische Heer unter der Führung von Kaiser Franz Josef. Die blutigen Gefechte dauerten mehr als einen Tag und erstreckten sich fast auf 20 Kilometer, sie forderten laut Mitteilung mehr als 10 000 Tote und unzählige Verletzte.

Der Genfer Henry Dunant, der sich zufällig in der Gegend aufhielt, erlebte, wie sich nach der Schlacht Einheimische um die Verletzten und getöteten Soldaten, unabhängig von ihrer Herkunft, kümmerten. Aus diesem Erlebnis heraus schrieb Henry Dunant "eine Erinnerung an Solferino". Dies war der erste Schritt zusammen mit weiteren Genfer Bürgern das Rote Kreuz ins Leben zu rufen.

In den Beinhauskapellen sind die sterblichen Überreste von Tausenden von Kämpfern der verschiedenen Armeen aufbewahrt. In den Museen befinden sich Erinnerungsstücke, Waffen und Originaluniformen. Vom 70 Meter hohen Turm in San Martino ist das Südufer des Gardasees sichtbar. In unmittelbarer Nähe kann man die Festungsanlagen und Bauernhöfe sehen, die damals in die Schlacht mit einbezogen waren

Trotz der kurzen und umfangreichen Bildungsreise kam der kameradschaftliche Teil nicht zu kurz.

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