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Aichhalden Bachlauf im Herzen von Rötenberg

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Mehr als 20 Interessierte kommen zur Bürgerwerkstatt in die Ortsverwaltung. Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder Bote

Der Bachlauf des Rötenbach in Rötenberg soll auf einem Abschnitt von rund einem Kilometer attraktiver und erlebbarer werden. Vorschläge und Anregungen gab es hierzu bei der dritte Bürgerwerkstatt viele, aber einige werden nicht umsetzbar sein.

Aichhalden-Rötenberg. Wie schon vor knapp einer Woche im Aichhalder Rathaus (wir berichteten) waren auch in den Sitzungssaal der Ortsverwaltung Rötenberg mehr als 20 Interessierte zur Bürgerwerkstatt gekommen, worüber Bürgermeister Michael Lehrer erfreut war. In Runde eins und zwei der Bürgerwerkstatt sei es darum gegangen, wo es einem im Ort gefalle und wo etwas verbessert werden müsse. Das Thema in Rötenberg sei ein "erlebbarer Wander-Rötenbach".

Mit dem Büro Faktorgruen aus Rottweil unter der Leitung von Stefanie Moosmann habe die Gemeinde einen kompetenten Partner bei der geplanten Umsetzung von Projekten. Und als gebürtige Aichhaldenerin wisse Moosmann am besten, wie die Aichhalder und Rötenberger "ticken", schmunzelte der Bürgermeister. Sie, so Moosmann und ihr Kollege Martin Gass, seien gespannt auf die Ideen und Anregungen, die auf sie "einprasseln" würden.

Oft komme das Erleben zu kurz. Von Vorteil sei es, wenn im Ort ein Gewässer wie in Rötenberg der Rötenbach vorhanden sei. Die Erfahrung zeige jedoch, dass bei Projekten an Wasser- und Bachläufen Schwierigkeiten auftauchten, da Naturschutz und Ökologie berücksichtigt werden müssten. Maßnahmen könnten nur in Absprache mit der unteren Naturschutzbehörde und dem Amt für Wasserwirtschaft des Landratsamts Rottweil umgesetzt werden. Bei Rückzugsorten von Fischen beispielsweise dürfe nichts verändert werden, auch nicht die Dynamik des Gewässers, klärte Moosmann auf.

In der Bürgerwerkstatt im Januar dieses Jahres seien bereits Vorschläge zum Rötenbach angeklungen. Dies sei ihre Ausgangslage gewesen. Viele Anregungen müssten in eine Überprüfungsrunde gehen. Sinnvoll und ratsam sei es, mit den Grundstücksbesitzern Gespräche zu führen, um abzuwägen, was machbar sei und was nicht, so die Landschaftsplanerin.

Unter anderem wurde von den Teilnehmern vorgeschlagen, die vorhandene Wassertretanlage zu erweitern und zu überdachen. Der Spazierweg am Bach nach Süden sollte fortgeführt werden. Nachgedacht wurde auch über einen Erlebnispfad mit Infoschildern entlang des Bachlaufs. Wiederholt war der vorhandene Brunnen ein Thema, der mit Quellwasser einen neuen Zulauf bekommen könnte. So wären ein Wasserrad oder Wasserspiele aus Holz möglich.

Im nördlichen Abschnitt wurden der Ausbau des Schorenbrückles und ein Rundweg sowie mehr Zugänglichkeiten mit Sitzgelegenheiten am Bachufer und Querungsmöglichkeiten gewünscht. Wie von den Besuchern wiederholt zu hören war, sei der Rötenbach an mehreren Stellen zugewachsen und kaum zugänglich.

Vor allem viele Eschen fänden sich im Uferbereich. Der Forderung von Peter Plaszewski, manche davon zu fällen, um mehr Licht reinzubringen, erteilte Moosmann eine Absage. "Das werden wir nicht genehmigt bekommen." Bürgermeister Michael Lehrer dachte diplomatischer: "Die größere Chance haben wir, wenn wir der Behörde vermitteln können, was genau die Bürger sich wünschen und die Diskussion führen. Da fühle ich mich mit Faktorgruen in guten Händen. Wir müssen natürlich auch bereit sein, für gefällte Bäume Ausgleichsmaßnahmen zu erbringen. Und es wird zu Kompromissen kommen", räumte Lehrer ein.

Ein Gruppenteilnehmer versicherte, in diesem Jahr einmal den gesamten Bachlauf umrundet zu haben. Etwa ein Drittel der Bäume seien seiner Ansicht nach nicht mehr verkehrssicher, weshalb Vertreter des Amts sich dies vor Ort ansehen müssten. Planer Peter Gass riet davon ab, zwischen dem südlichen und nördlichen, weitgehend unzugänglichen Abschnitt, zu unterteilen. Der nördliche werde eine längere Vorlaufzeit benötigen, weil die Naturschutzbehörde stark mitrede.

Lehrer zeigte sich überrascht über die zahlreich zusammengetragenen Ideen für nur einen Kilometer Bachlauf mitten im Herzen von Rötenberg. Es bestehe die Chance, den Bach wieder wie früher mehr zu erleben. Dies werde ein Mehrwert für die Bevölkerung bringen. Er freue sich jetzt schon darauf, welche Vorentwürfe das Büro Anfang kommenden Jahres präsentieren werde, hob der Bürgermeister hervor, der mit einer Umsetzungsphase von drei Jahren rechnet.

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