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Aichhalden Auf der Suche nach Ökopunkten

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Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder Bote

In den Bebauungsplan des Gewerbegebiets Koppengässle kommt wieder Bewegung. Wenn es in der nun zweiten Offenlage keine nennenswerten Einwände gibt, kann ein Satzungsbeschluss noch in diesem Jahr gefasst werden.

Aichhalden. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats erinnerte Planer Sebastian Rolfes vom Ingenieurbüro Gfrörer an den Aufstellungsbeschluss im September 2018, in dem ein erster Planentwurf mit Umweltbericht und Lageplan gebilligt und die frühzeitige Bürgerbeteiligung beschlossen worden seien. Seitens der Bürger seien keine Stellungnahmen eingegangen, jedoch von Trägern öffentlicher Belange und Behörden. Diese seien geprüft, abgewogen und im Planentwurf berücksichtigt worden.

Planerisch habe sich dadurch nichts geändert, der Geltungsbereich umfasse weiterhin eine Größe von 8,73 Hektar. Der Anteil der Grünflächen betrage 1,36 Hektar. Die Feldlerche sei als Brutvogel in der näheren Umgebung kartiert worden, eines von zwei Revieren liege nah an der Plangrenze. Da jedoch die aktuelle Bebauungsplanung am südwestlichen Rand eine Ausgleichsfläche von etwa 25 Metern Breite mit Grünlandextensivierung und Pflanzgebot enthalte, werde dieses Revier aus gutachterlicher Sicht nicht beeinträchtigt, schilderte der Planer.

Zukauf nur als letztes Mittel

Weil bei der Berechnung ein größerer Flächenverbrauch herausgekommen sei, habe der Umweltbericht ergänzt werden müssen. Für den Eingriff in Natur und Landschaft brauche es externen Ausgleich, der in den vergangenen Monaten erarbeitet worden sei. Die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts Rottweil stehe noch aus. Die in einem Ökokonto aufgeführten Punkte reichten nicht aus, es müssten noch weitere Maßnahmen überlegt werden, fasste Rolfes zusammen.

Bürgermeister Michael Lehrer räumte ein, die für das Baugebiet erforderlichen Ökopunkte hielten die Gemeinde ganz schön in Atem. Für den externen Ausgleich sei in Rötenberg eine acht Hektar große Fläche erworben worden, die keinem Landwirt wehtue. Und dennoch reiche es nicht ganz. "Vielleicht finden wir ja für die noch fehlenden Punkte einen örtlichen Landwirt, der auf einer seiner Flächen eine Kompensationsmaßnahme übernimmt und die Vorschriften für extensive Landwirtschaft einhält. Nach bereits erfolgten Gesprächen bin ich da zuversichtlich", äußerte sich der Bürgermeister optimistisch und schob nach: "Falls dies nicht klappt, könnten fehlende Ökopunkte zugekauft werden. Ein Angebot von der Gemeinde Lauterbach liegt uns vor. Das sollte jedoch das letzte Mittel sein."

Einstimmig billigte der Gemeinderat den überarbeiteten Entwurf und beauftragte die Verwaltung, die Pläne auf die Dauer eines Monats im Rathaus offen auszulegen. In dieser Zeit können nochmals Stellungnahmen und Anregungen abgegeben werden.

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