Paul Wobker ist in Bildechingen im Einsatz. Foto: Lena Straub

Paul Wobker ist mit 17 Jahren beim AHG-Cup dabei. Als Unparteiischer kann er aber nur in den Ferien zum Einsatz kommen. Irgendwann würde er gerne, bei den ganz großen Turnieren an der Linie sitzen.

Erst 17 Jahre, aber beim Tennis der Chef. Paul Wobker ist einer der Schiedsrichter beim AHG-Cup. Hier wurde er eingeteilt, um den zweiten Teil seiner B-Lizenz abschließen zu können. Der 17-Jährige ist damit deutschlandweit der jüngste Schiedsrichter mit dieser Lizenz.

 

Langeweile war zu groß

Los ging es für Wobker mit der Schiedsrichterei durch seine Schwester Ida. Sie ist derzeit bei der U14 deutschlandweit auf Rang eins. Irgendwann wurde es Wobker zu langweilig, immer nur bei den Turnieren rumzusitzen. Also startete er im zarten Alter von 14 Jahren mit dem Schiedsen. Seinen ersten Einsatz hatte er dabei direkt vor 6000 Zuschauern und zwar in der Bundesliga.

In diesem Jahr hat er schon 120 Spiele geleitet. „Ich muss es mir immer so legen, dass ich in den Ferien zum Einsatz komme“, so der 17-Jährige, der ab und zu aber für wichtige Turniere auch von der Schule befreit wird. Besonders spannend sind für Wobker, der aus der Nähe von Osnarbrück kommt, aber die Einsätze im Ausland. Als nächstes geht es für ihn auch nach Dänemark. „Man sieht etwas von der Welt. Und bekommt alles bezahlt – Hotel, Anreise. Plus eine Tagespauschale“, freut sich Wobker, dass sich die Schiedsrichterei auch finanziell auszahlt.

Abi hat Vortritt

Nun hat im kommenden Jahr aber erstmal das Abi Vortritt. Danach will er studieren und nebenher weiter Schiri sein. Grundsätzlich könnte sich der 17-Jährige auch vorstellen, später mal hauptberuflich als Schiedsrichter zu arbeiten. Doch für die letzten beiden internationalen Lizenzen muss man ernannt werden. Bis dahin will er erstmal die erste internationale Lizenz machen, um dann vielleicht einmal sogar beim Grand Slam oder in Wimbledon dabei sein zu können.

In Bildechingen leitete Wobker am Donnerstag eine spannende Partie zwischen Katharina Hopgarski und Anna Gabric. Kommende Woche geht es für den 17-Jährigen beim nächsten Turnier in Augsburg weiter.