Eine große Agri-PV-Anlage auf einer Fläche von rund zwei Hektar ist im Bereich der seit etwa 20 Jahren bestehenden PV-Anlage (Bild) im Gebiet Schneewangen in Oberiflingen geplant. Foto: Ade

Artur Deger plant im Gebiet Schneewangen in Oberiflingen eine große Agri-Photovoltaik-Freianlage auf einer Fläche von rund zwei Hektar. Der Gemeinderat steht dem Projekt wohlwollend gegenüber.

Bürgermeister Thomas Staubitzer informierte in der jüngsten Sitzung des Schopflocher Gemeinderats über das Projekt, das bereits im Mai in nichtöffentlicher Sitzung Thema gewesen war.

 

Dort habe Artur Deger, der im Gebiet Schneewangen in Oberiflingen bei der Hundeschule bereits eine Photovoltaikanlage betreibt, seine Pläne vorgestellt. Deger will die bestehende Anlage abbauen, ersetzen – und als sogenannte Agri-PV-Anlage beträchtlich erweitern.

Einleitend hatte Deger darauf hingewiesen, dass sich die Gesetzeslage jüngst geändert habe – bisherige Vorschriften seien rund drei Wochen zuvor gekippt worden. Eigentlich habe er ursprünglich eine kleinere Anlage mit einer Leistung von 750 Kilowatt geplant, so Deger – die neue Gesetzeslage sehe aber eine Mindestgröße von einem Megawatt vor.

Stromanschluss schon vorhanden

Bei Agri-PV-Anlagen müssten mindestens 85 Prozent der Flächen noch landwirtschaftlich genutzt werden, und die PV-Anlagen dürften diese Nutzung nicht behindern, informierte Deger. Die vorhandene Fläche des Flurstücks 1410 sei für die zu erwartende neue Mindestgröße etwas knapp – das Büro Gfrörer überarbeite derzeit die Planung.

Von Vorteil sei, dass es bereits eine gute Infrastruktur gebe und ein Stromanschluss im Bereich des Weges liege. Zu den Planungsüberlegungen erläuterte Deger, dass die Agri-PV-Anlage eine Mindesthöhe von 2,10 Metern haben müsse, damit das Durchfahren mit dem Traktor möglich sei. Außerdem seien die Module aufstellbar. In der Neutralposition seien sie somit fast nicht sichtbar.

Vorhabenbezogener Bebauungsplan nötig

Für die neue Agri-PV-Anlage sollen die derzeit auf dem Grundstück vorhandenen PV-Module, die rund 20 Jahre alt sind, zunächst entfernt werden. Die Vermarktung des erzeugten Stroms müsse direkt über die Börse erfolgen, so Deger weiter.

Bürgermeister Thomas Staubitzer wies darauf hin, dass für diese Anlage ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt werden müsse. Es sei mit einem langwierigen Verfahren und entsprechend „recht hohen Kosten“ zu rechnen, die der Vorhabenträger zu tragen habe. Derzeit befinde man sich am Anfang des Verfahrens. Deshalb sei es wichtig, etwaige Bedenken frühzeitig zu klären. Er selbst finde das Vorhaben der Familie Deger gut, so Staubitzer abschließend.

Abschließend gab er bekannt, dass der Gemeinderat nach kurzer Absprache dem Vorhaben und den Planungsüberlegungen in nichtöffentlicher Sitzung grundsätzlich zugestimmt habe.