Popstar Robbie Williams hat Angst vor Menschenmassen und fühlt sich zu Hause am wohlsten. Trotzdem hat er Lust auf seine Stadiontour in diesem Sommer.
Stuttgart - Popstar Robbie Williams (39) leidet nach eigenen Angaben unter Agoraphobie, einer Störung, bei der man sich vor der Außenwelt fürchtet. „Ja, ich weiß, das klingt paradox für einen Popstar“, sagte er den „Stuttgarter Nachrichten“, „aber ich fühle mich wirklich unwohl bei größeren Menschenansammlungen. Und ich verlasse nur ungern das Haus.“ Er habe keine Erklärung dafür: „Es ist nicht so überwältigend, dass ich aufhöre, es zu tun oder gar nicht mehr vor die Tür treten möchte. Aber ich bin nun mal lieber im Haus.“
Die Take-That-Wiedervereinigung vor zwei Jahren habe ihm deshalb gut getan, sagte Robbie Williams: „Vor der Reunion mit den Jungs war ich extrem gelangweilt, lethargisch und in Bezug auf meine Karriere absolut apathisch. Ich musste meine Bühnenangst überwinden, Selbstbewusstsein tanken und mein Mojo wieder finden. Deshalb war die Tour mit den Jungs so wichtig für mich. Ich bin wieder heiß auf die Euphorie im Stadion!“
Er sei eigentlich ein ziemlich Faulenzer, sagte Williams: „Wenn ich nicht arbeiten würde, säße ich jetzt vorm Fernseher, würde Kuchen und meine Lieblings-Chips futtern und in die Breite wachsen. Insofern ist diese Tour für mich das beste Gewichtsreduktionsprogramm.“
Überwältigt sei er jedes Mal, wenn das ganze Stadion seinen Hit "Angels" mitsingt. "Es ist bei jedem Album meine Ambition, ein zweites „Angels“ zu schreiben. Bisher ist mir das leider nicht gelungen. Das Lied ist deshalb auch eine Motivation für mich, weiterzumachen."
Zurzeit befindet der britische Popsänger auf Stadiontournee. Am Samstag, 27. Juli, tritt er in Hannover (AWD Arena) auf. Weitere Konzerte sind am 7. August in München (Olympiastadion) und am 11. August in Stuttgart (Mercedes-Benz Arena) geplant.