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Aggressive Begegnung mit Vierbeiner? Hundehalter aus Gütenbach nimmt Stellung

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Ein Radfahrer machte aus seiner Sicht eine unliebsame Begegnung mit einem Hund. (Symbolfoto) Foto: ©John – adobe.stock.com

Ein Radfahrer aus Furtwangen hatte jüngst eine aus seiner Sicht unliebsame Begegnung mit einem Hund und dessen Halter. Nun meldet sich der Hundehalter aus Gütenbach zu Wort. Lesen Sie mehr dazu in unserem (SB+)Artikel.

Furtwangen/Gütenbach - Der Hundehalter aus Gütenbach möchte in der bisherigen Berichterstattung einiges "richtig stellen". So betont er, dass seine beiden Hunde, mit denen er an besagtem Tag im November unterwegs war, sich bei der Begegnung mit dem Radfahrer nicht aggressiv verhalten hätten. Der kleinere Hund habe ein mal gebellt, woraufhin auch sein anderer, größerer Hund ein mal gebellt habe und "zwei bis drei Meter" neben dem Radler her gelaufen sei, bevor er sein Tier zurückrufen konnte. Als völlig unangemessen und falsch verurteilt der Hundehalter den "gezielten Fußtritt" des Radlers gegen den Kopf seines Hundes. "Dann bin ich sauer geworden", erklärt der Hundehalter im Gespräch mit unserer Redaktion. Dass der Radler den Hund mit seinem Fußtritt auch wirklich getroffen habe, sei offensichtlich gewesen. Der Hund habe gejault und den Kopf nach unten weggedreht. Der Vorfall habe sich etwa 30 Meter vor seiner Haustüre ereignet, und der Fußtritt des Radlers könne auch von anderer Seite bezeugt werden.

Der Hundehalter hat dem Radler hinterhergerufen. Doch der sei unbeirrt weitergefahren. Der Hundehalter schnappte sich dann sein in der Nähe befindliches Fahrzeug und fuhr dem Radler hinterher.

Hundehalter widerspricht der Darstellung des Radfahrers

Der Darstellung des Radfahrers, der Hundehalter habe ihn mit seinem Fahrzeug "bedrängt", so dass er "beinahe den Abhang abrutschte", widerspricht der Hundehalter. Er sei lediglich an dem Radler vorbeigefahren, habe die Scheibe runtergedreht und verlangt: "Jetzt unterhalten wir uns." Dann habe er sein Fahrzeug an der nächsten Gabelung abgestellt und auf den Radler gewartet. Der Hundehalter räumt ein, dass er den Radler "lautstark angebrüllt" hat und wissen wollte, weshalb er seinen Hund getreten hat. Dabei habe er den Radler aber "nicht angerührt".

Der 77-jährige Radler hingegen beschreibt die damalige Situation folgendermaßen, dass der Hundehalter ihn am Kragen gepackt, mit der Faust bedroht und der Tierquälerei beschuldigt habe. Der Radfahrer hatte in den Tagen darauf Anzeige bei der Polizei gegen den Hundehalter erstattet.

Mittlerweile hat auch der Hundehalter den Radler angezeigt, nämlich wegen Sachbeschädigung und Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Sachbeschädigung deshalb, weil vor dem Gesetzgeber ein Hund als Eigentum, als Sache, des Hundehalters angesehen werde. Der Hundehalter hat sein Tier nach dem Fußtritt des Radlers untersucht, konnte aber augenscheinlich keine Verletzung feststellen.

Ermittlungen dauern an

Nach der Anzeige des Radfahrers gegen den Hundehalter hat die Staatsanwaltschaft Konstanz Ermittlungen aufgenommen wegen des Verdachts der Nötigung und Beleidigung im Falle des Hundehalters. Die Ermittlungen dauern noch an.

Bürgermeisterin Lisa Hengstler hatte auf Anfrage erklärt, sie selbst habe noch keine schlechten Erfahrungen mit den Hunden des besagten Hundehalters gemacht. Aber es habe auch schon von anderer Seite Beschwerden wegen der Hunde gegeben. Jedoch sei ihres Wissens noch niemand zu Schaden gekommen, sprich gebissen worden.

Sein Hund habe "ein ganz tolles Wesen" und zeige keinerlei aggressives Verhalten, betont der Halter. Aber manche Leute würden panisch auf Hunde reagieren. An seinem Zuhause gebe es ein Hundegehege. Aber man könne die Tiere ja "nicht immer nur wegsperren". Er achte darauf, wenn es zu Begegnungen mit anderen Menschen kommt, deren Bedürfnisse abzuschätzen und die Hunde beispielsweise am Halsband festzuhalten.

Seine Hunde hätten noch nie jemanden gebissen. Hundehalter würden immer mehr diskriminiert, weil sich Leute in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt fühlten. Der Hundehalter wünscht sich, dass Menschen bei Begegnungen mit Hunden nicht in Panik verfallen und sich nach Möglichkeit mit dem Halter verständigen. Ein normales Verhalten gegenüber seinen Hunden sei sicherlich kein Fußtritt.

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